Straßenraub mitten in München: In beiden Fällen erbeuten die Täter teure Rolex-Uhren

Ein 24 Jahre alter Münchner war am frühen Sonntagmorgen in der Maxvorstadt unterwegs. An der Trambahnhaltestelle Ottostraße lief er gegen 3.15 Uhr zwei Männern über den Weg. Einer sprach den Münchner an. Der zweite Täter kam sofort zur Sache und forderte die Rolex, die der 24-Jährige am Handgelenk trug.
Räuber droht mit Messer
Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, so ein Polizeisprecher, bedrohte der Täter den 24-Jährigen mit einem Messer. Der Münchner übergab den beiden fremden Männern seine Uhr (Wert rund 10.000 Euro) sowie sein Handy. Anschließend flüchtete der Täter unerkannt. Der 24-Jährige blieb unverletzt.
Ohne sein Smartphone konnte der Münchner nicht sofort den Polizeinotruf verständigen. Er ging erst am nächsten Morgen zur Polizeiinspektion 13 (Schwabing) und zeigte den Raubüberfall an.
Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 1,80 Meter groß, schlanke Figur, südeuropäische Erscheinung, dunkle kurze Haare, Dreitagebart; dunkel bekleidet.
Zweiter Raubüberfall nur Stunden zuvor
Der zweite Überfall ereignete sich am Samstagabend in der Altstadt. Ein 28-Jähriger aus München war gegen 22:15 Uhr am Isartor unterwegs. Im Bereich zum Abgang des S-Bahnhofs Isartor tauchten zwei bislang unbekannte Männer auf. Die Täter stießen den 28-Jährigen zu Boden. Anschließend hielten sie den Münchner fest und nahmen ihm seine Rolex-Uhr ab. Auch diese Uhr ist rund 10.000 Euro wert. Bevor die Räuber flüchteten, forderten sie auch in diesem Fall das Handy des Opfers. Der 28-Jährige blieb unverletzt. Auch er erstattete erst am Sonntag Anzeige bei der Polizeiinspektion 22 (Bogenhausen).
Täterbeschreibung:
Täter 1: etwa 17 bis 20 Jahre alt, ca. 1,95 Meter groß, sportliche Figur, arabische Erscheinung, schwarze kurze Haare, Dreitagebart; schwarze Nike-Kappe, weißes T-Shirt.
Täter 2: etwa 17 bis 20 Jahre alt, ca. 1,75 Meter groß, muskulöse Figur, schwarze lockige Haare, langer schwarzer Bart mit brauner Bartspitze; schwarze Hose, weißes T-Shirt, auffällige Sneaker, äußerst gepflegtes Erscheinungsbild.
Die Uhren sind über 20.000 Euro wert
In beiden Fällen ermittelt das Kommissariat 21. Die beiden Uhren sind jeweils über 10.000 Euro wert. Ein Zusammenhang zwischen beiden Raubüberfällen wird geprüft, gilt aber nach Angaben eines Polizeisprechers als wenig wahrscheinlich. Die Tatorte liegen weit auseinander, zudem ist die Vorgehensweise der Täter unterschiedlich, hieß es zur Begründung.