Statt Knöllchen zu verteilen: KVÜ-Mitarbeiter helfen Autofahrer aus misslicher Lage

Mitarbeiter der Kommunalen Verkehrsüberwachung (KVÜ) sind bei Autofahrern normalerweise nicht gern gesehen, doch bei dem Unwetter am Montag dürfte sich ein Münchner mit seinem Kind sehr über die Anwesenheit von KVÜ-Leuten gefreut haben.
Andre Wagner
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Mitarbeiter der KVÜ, die auch für das Verteilen von Strafzetteln verantwortlich sind, haben am Montag einen Autofahrer und sein Kind aus einer misslichen Lage befreit. (Symbolbild)
Mitarbeiter der KVÜ, die auch für das Verteilen von Strafzetteln verantwortlich sind, haben am Montag einen Autofahrer und sein Kind aus einer misslichen Lage befreit. (Symbolbild) © IMAGO / Olaf Döring

Schwere Unwetter mit Blitz, Donner, Starkregen und Hagel sind am Montagabend über München hinweggezogen und haben für zahlreiche überschwemmte Straßen und unzählige vollgelaufene Keller gesorgt. Binnen weniger Minuten verwandelten sich Straßen, Wege und Unterführungen zu Sturzbächen. So zum Beispiel die Unterführungen in der Baumgartnerstraße in Sendling oder der Balanstraße in Haidhausen.

Obwohl die Fahrbahnen knietief unter Wasser standen, versuchten einige Autofahrer ihr Glück, sollten jedoch mit ihrem Fahrzeug von den Wassermassen jäh gestoppt werden. In der Baumgartnerstraße stiegen Passanten spontan von ihren Fahrrädern und halfen – ohne lange zu überlegen – dabei, mehrere Autos aus ihrer misslichen Lage zu schieben,

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In der Balanstraße halfen mehrere Passanten und Mitarbeiter der Kommunalen Verkehrsüberwachung (KVÜ) dabei, einen Pkw aus der Unterführung an den Straßenrand zu schieben, in der ein Vater mit seinem Kind saß, beide zunächst sichtlich geschockt.

Die KVÜ-Mitarbeiter wurden von ihrem Dienstgebäude aus auf die Situation aufmerksam und eilten sofort auf die Straße um zu helfen.

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"In dem Moment denkt man nicht lange nach. Man sieht: Da brauchen Menschen Hilfe. Also hilft man gemeinsam" so die KVÜ-Mitarbeiter. "Danke an alle, die geholfen haben!" Sicherlich ein dankbarerer Job, als Knöllchen an Falschparker zu verteilen.

In diesem Zusammenhang weist das Kreisverwaltungsreferat (KVR) darauf hin, dass große Wassermassen auf der Straße schnell zur – möglicherweise lebensbedrohlichen – Gefahr werden können.

Bei Starkregen warnt das KVR davor, nicht in überflutete Tunnel, Unterführungen und Tiefgaragen zu fahren. Auch sollte es unterlassen werden, mit seinem Fahrzeug durch überschwemmte Straßen zu fahren.

Bei starkem Unwetter gilt:

  • Überflutete Bereiche sofort verlassen
  • Auto im Notfall stehen lassen
  • Sofort in Sicherheit bringen

Am 29. und 30. Juni zählte die Feuerwehr in München rund 180 unwetterbedingte Einsätze. 20 Einsätze entfielen auf überschwemmte Straßen und Gehwege, weitere 20 auf herabstürzende Äste und Bäume oder solche, die drohten, herabzustürzen. Die restlichen 140 Einsätze fielen wegen Wasser in Gebäuden und überlaufenen Kellern an.

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