Start-up-Mekka München: Diese Unternehmen zählen heute zu den ganz Großen

Über 1500 aktive Start-ups sind in München beheimatet. Die AZ hat die erfolgreichsten, größten und bekanntesten zusammengetragen und sich angeschaut, was sie so besonders macht.
von  Maximilian Neumair, Julia Volkenand
Das sind Münchens bekannteste Start-ups.
Das sind Münchens bekannteste Start-ups. © dpa/Finn (Collage)

Hippe Büroräume, dynamische Teams, Innovation und Fortschritt – so oder so ähnlich stellt man sich die Kultur rund um Start-up-Unternehmen vor. Gerade erst hängte München Berlin als Start-up-Hauptstadt ab, es wurden nicht nur deutlich mehr Unternehmen gegründet, sondern auch beachtliche finanzielle Mittel investiert. Allein 2025 wurden in München 290 neue Start-up-Unternehmen gegründet, ein Plus von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Auch altbekannte Player ziehen weiter an: Aus Neulingen mit Potenzial wurden umsatzstarke Betriebe. Die Abendzeitung hat einige der bekanntesten, spannendsten und erfolgreichsten Start-ups Münchens zusammengetragen und erklärt. 

Deltavision: Was dieses Münchner Raumfahrt-Unternehmen baut

Hochpräzise Ventile, keine Fehler erlaubt: Das Münchner Start-up Deltavision löst einen zentralen Engpass der Branche und profitiert vom neuen Raumfahrt-Boom. 

In einer alten Siemens-Werkshalle, nur wenige Gehminuten von der gleichnamigen S-Bahn-Station entfernt, entstehen Ventile und Pumpen für die Raumfahrtindustrie. Ohne Komponenten wie ihre Ventilteile ist Technik im All nicht denkbar – laut Branchenkennern handelt es sich um eine der empfindlichsten in einer Rakete.

Münchner Start-up Finn: "Die Umsätze haben sich verdoppelt"

Das Münchner Unternehmen Finn setzt beim Neuwagenkauf auf flexible All-inclusive-Abos und hat sich damit in wenigen Jahren zum profitablen Milliarden-Start-up entwickelt. Worauf Finn den Fokus setzt – und wie es gegen die Konkurrenz bestehen kann, hat CEO Maximilian Wühr ausgeführt.

Bayerns Antwort auf SpaceX: Dieses Start-up will Europas Raketen-Revolution anführen

Mehrmals ist der Testflug verschoben worden, am ersten Septemberwochenende fand er endlich statt: Isar Aerospace hat den Flug ins All gemeistert – und das bereits beim zweiten Anlauf. Die Vorbereitungen für die industrielle Serienproduktion laufen bereits. Die AZ war Ende Juli bei einem Rundgang über das Noch-Produktionsgelände in Ottobrunn dabei. Dabei gab das Unternehmen Einblicke in die Raketenherstellung – und in die ambitionierten Pläne der Firma. 

Das neue Weltraum-Wunder aus München: Start-ups mit Milliardenmarkt im Visier

Bayern ist inzwischen zu einem wichtigen Standort in der europäischen Raumfahrt geworden. Die Branche wird zunehmend interessanter für kommerzielle Unternehmen, auch abseits von Raketenbauer Isar Aerospace. Ein Besuch bei den Start-ups Ororatech und Talos zeigt, wie die Technik im All etwa bei der Bekämpfung von Waldbränden oder der Erforschung von Tieren helfen kann.

Milliarden-Start-up Celonis: Anfangs wollte niemand investieren

Das Münchner Start-up Celonis ist Marktführer im Bereich Process Mining. Mittels dieser Technik kann es die Arbeitsabläufe von großen Unternehmen und Behörden wie BMW, Siemens sowie der Stadt München optimieren. Der Erfolg war nicht von Anfang an gewiss. "Am Anfang wollte niemand in Celonis investieren, das schien Investoren einfach zu riskant von der Technologie und vom Vertrieb her", sagt Mitgründer Bastian Nominacher.

Konkurrenz geschluckt: So eroberte das Münchner Start-up Flixbus den Markt

Aus dem einstigen Münchner Gründer-Projekt Flixbus ist ein globales Unternehmen mit Milliardenumsatz und über 97 Prozent Marktanteil in Deutschland geworden. Als Daniel Krauss Ende Juli auf dem Start-up-Festival auftrat, war er als Vorbild für Gründer eingeladen, die noch am Anfang stehen. Da, wo sein Unternehmen ist, wollen sie hin: Die grünen Flixbusse sind inzwischen fester Bestandteil des Fernreiseverkehrs – und das nicht nur in Deutschland. 

Vom Münchner Glockenbachviertel in fünf Länder: Der Aufstieg von Dean&David

Vor knapp 20 Jahren hat David Baumgartner seine erste Filiale in München eröffnet. Das damalige Start-up setzte auf gesundes Essen und erlebte so einen rasanten Aufstieg. Welche Inspiration der Gründer auf seiner Weltreise fand – und warum das Unternehmen Bäcker und Supermärkte mehr fürchtet als McDonald's. 

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