Zwischen Bahnhof und Stachus: Armenspeisung beim Milliardär

Die Korbinian-Küche gibt jetzt im ehemaligen Hotel Meier in der City Essen für Bedürftige aus.
| Irene Kleber Daniel von Loeper
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Die Korbinian-Küche ist nicht mehr im knallroten Caritas-Imbisswagen unterwegs, sondern seit Mittwoch im ehemaligen Hotel Meier in der Schützenstraße. Zum Start gibt Projektleiterin Marlies Brunner mit Franzi und Elisabeth (von links) Suppe, Brot und Kaffee an Syed Ishtiaq aus.
Daniel von Loeper Die Korbinian-Küche ist nicht mehr im knallroten Caritas-Imbisswagen unterwegs, sondern seit Mittwoch im ehemaligen Hotel Meier in der Schützenstraße. Zum Start gibt Projektleiterin Marlies Brunner mit Franzi und Elisabeth (von links) Suppe, Brot und Kaffee an Syed Ishtiaq aus.

Ludwigsvorstadt - Es dauert noch, bis der österreichische Immobilien-Milliardär René Benko sein Karstadt-Areal am Hauptbahnhof zum Erlebnistempel umgebaut haben wird - mit Kaufhaus, Büros und Lokalen.

Zwischennutzung mit Essen für bedürftige Menschen

Einstweilen steht das ehemalige Hotel Meier, das zum Umbaukomplex zwischen Bahnhof und Stachus gehört, noch leer - und das kommt nun der Caritas mit ihrer "Münchner Korbinian-Küche" für Bedürftige und Obdachlose zugute.

Denn das Projekt, das sonst im roten Caritas-Imbisswagen täglich warme Mahlzeiten ausgibt, darf nun die Hotelräume nutzen. Benkos Immobilienunternehmen Signa hat dem Projekt kostenlos eine Zwischennutzung erlaubt. Ab sofort also bekommen bedürftige Menschen hier täglich von 14 bis 18 Uhr eine wärmende Mahlzeit, Kaffee und Tee.

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Einziger Wermutstropfen: Aus dem gemeinsamen Essen im Hotelspeisesaal wird erstmal nichts, pandemiebedingt. "Das Essen wird weiterhin to go angeboten", erklärt der Münchner Caritas-Chef Harald Bachmeier.

In den letzten Wochen habe die Korbinian-Küche täglich rund 190 Essen, 15 Liter Kaffee und 18 Liter Tee ausgegeben, erklärt Projektleiterin Marlies Brunner. Die Suppen bereitet das Küchenteam des Weißen Raben zu. "Ich empfinde Demut, wenn ich sehe wie viele Menschen zu unserer Armenspeisung kommen, es gibt große Not in München", sagt Marlies Brunner.

Spenden sind willkommen

"Sehr dankbar sind wir, wenn Leute Süßigkeiten, Obst, Konserven und andere Lebensmittel gut verpackt als Spenden bringen." Schön wäre auch, wenn Geschäfte aus der Nachbarschaft Lebensmittel spenden würden.


muenchner-korbinian-kueche.de

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