Zustände in der Grundschule Weißenseestraße

In der Grundschule in der Weissenseestraße fehlt es an Platz. Deshalb haben die Grünen im Stadtrat jetzt mal nachgehakt, warum keine Container aufgestellt werden...
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Giesing - Die Stadtrats-Mitglieder Anja Berger, Jutta Koller, Sabine Krieger und Dr. Florian Roth (Bündnis 90/Die Grünen) haben nachgehakt, wie die räumliche Situation in der Grundschule in der Weissenseestraße 45 ist. Das ist der Sachverhalt:

„Aus mehreren Gesprächen von betroffenen Eltern, im Bezirk gut vernetzten Menschen und der Schule selbst, haben wir erfahren, dass die räumliche Situation der Schule aktuell bereits sehr angespannt ist. In den letzten Jahren wurden vom KVR immer rund 150 Kinder im Sprengel vorgemeldet, für das kommende Schuljahr sind bereits 200 Kinder im Sprengel verzeichnet.

In diese Zahl sind aber die Neu-Einzüge in die Häuser und Wohnungen des ehemaligen AGFA-Geländes noch gar nicht berücksichtigt. Es ist also davon auszugehen, dass die Zahl der Kinder noch einmal steigen dürfte. Dies wird dann zum Beginn des nächsten Schuljahres zu sehr schwierigen räumlichen Bedingungen führen. Bereits jetzt muss die Schule sehr flexibel planen, um irgendwie den Unterricht gewährleisten zu können.

In der Schule befinden sich bereits zwei Ganztagsklassen, ab dem nächsten Schuljahr soll noch eine weitere Klasse gebildet werden. In der jetzigen Situation platzt der Essensraum schon aus allen Nähten. Ab dem Schuljahr 2013/14 ist eine praktikable Nutzung in dieser Form nicht mehr möglich. Die Schulleiterin hat einen Antrag zur Aufstellung eines Containers gestellt. Die Verwaltung gibt nun an, dass die Container erst zum Zwischenzeugnis des Schuljahres 2013/14 aufgestellt werden.“

Jetzt hat Stadtschulrat Rainer Schweppe geantwortet:

Frage 1: Wieso ist es nicht möglich, die Container bereits zum Beginn des kommenden Schuljahres aufzustellen?

Das Referat für Bildung und Sport plant zur mittelfristigen Abdeckung des Raumbedarfs die Aufstellung einer mobilen Schulraumeinheit. Eine solche Anlage kann von den erforderlichen Vorläufen (z.B. Vergabevorschriften, Schulaufsicht, Genehmigung) auch bei stringenter Abwicklung erst im Frühjahr 2014 in Betrieb gehen. Diese soll Unterrichtsräume, Räume für eine ganztägige Betreuung sowie weitere Funktionsräume beinhalten und entspricht dem Lernhauskonzept. Diese mobile Schulraumeinheit soll auch im Hinblick auf die später folgende bauliche Erweiterung der Grundschule und die damit verbundene Auslagerung von Klassen ausbaufähig sein.

Frage 2: Wie schätzt das Referat für Bildung und Sport die räumliche Situation in der Schule aktuell ein? Frage 3: Wie soll, aus Sicht des Referates, die Schule das erste Halbjahr räumlich
managen?

Antwort: Im Rahmen eines Ortstermins am 01.03.2013 gemeinsam mit Vertretern des Baureferates und des Referates für Bildung und Sport wurde das Gebäude mit dem Ziel begangen, Raumressourcen im Bestand zu identifizieren, mit denen der unterjährige Raumfehlbedarf bis zur Aufstellung der oben genannten mobilen Schulraumeinheit abgedeckt werden kann. Die kritische Durchsicht ergab, dass die Schule noch mindestens über einen Raum verfügt, der derzeit ausschließlich von der Mittagsbetreuung genutzt wird.

Da die Schule tatsächlich einen Klassenzuwachs zum kommenden Schuljahr bekommt, muss die Mittagsbetreuung in Doppelnutzung erfolgen. In der Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 28. Juni 2010 ist festgelegt, dass die Mittagsbetreuung grundsätzlich in Räumen der Schule (bzw. in unmittelbarer Nähe der Schule) stattfindet, die nicht regelmäßig als Klassenzimmer genutzt werden.

Sollte eine weitere Nutzung des Raumes unvermeidbar sein, erlaubt die Bekanntmachung aber auch eine Doppelnutzung wie im hier vorliegenden Fall. Dieser Raum würde ab Inbetriebnahme der mobilen Schulraumeinheit mit einem dort vorhandenen Speiseraum im kommenden Frühjahr wieder zur Verfügung stehen.

Da in der Tat aufgrund der dynamischen Entwicklung des Stadtteils mit einem Anstieg der Schüler- und Klassenzahlen zu rechnen ist, beabsichtigt das Referat für Bildung und Sport die Erweiterung der Grundschule Weißenseestraße auf 7 Klassenzüge. Mit dieser Maßnahme wird dem prognostizierten Mehrbedarf u.a. aus dem AGFA-Gelände Rechnung getragen. Vorbehaltlich der noch abzuwickelnden Verfahren ist mit einem Baubeginn 2016 zu rechnen.

Außerdem ist der Bau eines Kindertageszentrums vorgesehen. Ergänzend wird mitgeteilt, dass die Raumsituation an der Grundschule Weißenseestraße am 06.03.2013 mit dem zuständigen Unterausschuss des Bezirksausschusses 17 im Beisein von Vertretern des RBS, der Schulleitung und des Elternbeirats eingehend erörtert wurde. In diesem Zusammenhang wurden die Planungsvorstellungen des RBS mit den Terminplänen vorgestellt. Diese wurden vom Bezirksausschuss positiv aufgenommen.

 

Frage 4: Was bedeutet dies für die Ganztagsklassen an der Schule?

Antwort: Die Doppelnutzung des derzeit von der Mittagsbetreuung verwendeten Klassenzimmers hat keine Auswirkungen auf die Ganztagsklassen an der Schule.

Frage 5: Wie wird die Schulleitung unterstützt, um den Ganztagsbetrieb aufrecht zu erhalten, ohne an anderen Stellen (räumlich und pädagogisch) Abstriche machen zu müssen?

Antwort: Im Referat für Bildung und Sport steht insbesondere der für die Schule verantwortliche Fachbereich 4 und ergänzend die Münchner Serviceagentur für Ganztagsbildung (MSAG) den Schulen als Ansprechpartner beratend und unterstützend zur Verfügung.

Frage 6: Wie wurde bisher mit der Schulleiterin und den Eltern über die räumliche Situation kommuniziert?

Antwort: Mit der Schulleiterin sowie dem Elternbeirat der Grundschule Weißenseestraße 45 wurde schriftlich kommuniziert. Darüber hinaus fanden zwei Ortstermine unter Beteiligung der Schulleitung statt. Aktuell fand am 08.05.2013 ein gemeinsamer Ortstermin mit der 2. Bürgermeisterin, dem Stadtschulrat und weiteren Vertretern des Referates für Bildung und Sport, der Schulleitung, dem Elternbeirat und der Vertretung der Mittagsbetreuung statt, bei dem die weiteren Schritte zur Verbesserung der Situation besprochen wurden. Es wurde die Möglichkeit eröffnet, im Vormittagsbereich auch in angemessenem Umfang Horträume zu nutzen.

 

 

 

 

 

 


 

 

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