In den Intimbereich gegriffen: Ermittlungen gegen polizeibekannten Münchner
Am Münchner Hauptbahnhof soll ein 67-jähriger Mann einen Zugbegleiter der Deutschen Bahn (DB) sexuell belästigt haben, berichtet die Bundespolizei.
Lautes Schreien und kein S-Bahn-Ticket: 67-Jähriger muss Zug verlassen
Deren Angaben zufolge entwickelte sich das Geschehen am Sonntag (9. August) gegen 14.40 Uhr, als der polizeibekannte Mann in einer S-Bahn am Hauptbahnhof durch lautstarkes Schreien auffiel.
Mitreisende hätten sich "von dem sichtlich verwirrten Mann belästigt" gefühlt, und Mitarbeiter des DB-Prüfdienstes wurden auf den Münchner aufmerksam. Sie unterzogen ihn einer Fahrscheinkontrolle. Der 67-Jährige konnte keinen gültigen Fahrschein vorweisen und sollte daher die S-Bahn verlassen.
67-Jähriger fasst DB-Mitarbeiter "in den Intimbereich"
"Völlig unvermittelt griff er einem der Bahnbediensteten, einem 21-jährigen Deutschen, in den Intimbereich", so die Bundespolizei in ihrer Mitteilung. Der 21-Jährige musste seinen Dienst demnach aufgrund des Vorfalls abbrechen.
Die Beteiligten seien ausgestiegen, und eine alarmierte Streife der Bundespolizei habe den Mann für die weiteren Maßnahmen zur Dienststelle in der Denisstraße mitgenommen.
Laut Bundespolizei war der in Deutschland wohnsitzlose Mann in der Vergangenheit bereits "wegen mehrerer Leistungserschleichungen" und eines Gewaltdelikts polizeilich in Erscheinung getreten. Die Bundespolizeiinspektion München ermittelt gegen ihn jetzt wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung.
