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Wohnungsbrand in München: Mann springt aus dem dritten Stock – was die Polizei nun vermutet

Ein 41-Jähriger liegt mit mehreren Brüchen im Krankenhaus, soll aber nicht in Lebensgefahr sein. Warum die Wohnung in dem Mehrfamilienhaus gebrannt hat, ist noch unklar.
Guido Verstegen
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Als die Feuerwehr eintraf, schlugen die Flammen schon aus dem Balkon im dritten Obergeschoss und drohten, auf das Dach des Gebäudes überzugreifen.
Als die Feuerwehr eintraf, schlugen die Flammen schon aus dem Balkon im dritten Obergeschoss und drohten, auf das Dach des Gebäudes überzugreifen. © Berufsfeuerwehr München

Update vom 13. August, 13.45 Uhr: Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, ergaben sich im Rahmen der weiteren Ermittlungen Hinweise darauf, dass der Brand möglicherweise vorsätzlich verursacht wurde. Aus diesem Grund wird nun gegen den 41-Jährigen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung ermittelt. Die genaue Brandursache ist weiterhin ungeklärt.
Der entstandene Sachschaden wird nach aktuellem Stand auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag geschätzt.

Ursprungsmeldung vom 12. August: Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Peter-Auzinger-Straße ist in der Nacht ein 41-jähriger Mann schwer verletzt worden, der sich offenbar mit einem Sprung aus dem dritten Stock vor den Flammen in Sicherheit bringen wollte.

Multiple Frakturen: Schwerverletzter Mann aus Brandwohnung in der Klinik

Nach Angaben der Polizei handelt es sich dabei um den Bewohner der Brandwohnung. "Nach aktuellem Stand besteht keine Lebensgefahr", sagte Polizeisprecher Tobias Schenk: "Der Mann zog sich offenbar mehrere Frakturen zu – an der Wirbelsäule, am Brustbein, am Becken und am Handgelenk." Der 41-Jährige wird derzeit in einem Krankenhaus behandelt, weitere Verletzte gab es nicht. 

"Wir gehen davon aus, dass der Mann vor dem Feuer flüchten wollte"

Die Meldung war gegen 3.50 Uhr in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München eingegangen. Sofort rückten mehrere Polizeistreifen sowie Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes aus.

Wie die Feuerwehr mitteilte, schlugen bei der Ankunft vor Ort bereits die Flammen aus dem Balkon im dritten Obergeschoss und das Feuer drohte, auf das Dach des Gebäudes überzugreifen.

Feuerwehr bringt Drehleiter in Stellung

Die Feuerwehrleute drangen über das Treppenhaus zur Brandwohnung vor, öffneten gewaltsam die Tür und begannen unter schwerem Atemschutz mit den Löschmaßnahmen.

Die Feuerwehrleute drangen über das Treppenhaus zur Brandwohnung vor, öffneten gewaltsam die Tür und begannen unter schwerem Atemschutz mit den Löschmaßnahmen sowie der Suche nach weiteren Personen.
Die Feuerwehrleute drangen über das Treppenhaus zur Brandwohnung vor, öffneten gewaltsam die Tür und begannen unter schwerem Atemschutz mit den Löschmaßnahmen sowie der Suche nach weiteren Personen. © Berufsfeuerwehr München

Um ein Übergreifen der Flammen auf das Dach zu verhindern, brachten sie auf der Straßenseite eine Drehleiter in Stellung. Alle weiteren Wohnungen im dritten Obergeschoss sowie Räumlichkeiten im zweiten Obergeschoss und im Dachgeschoss wurden aufgrund der Rauchausbreitung geräumt und kontrolliert.

"Wir gehen davon aus, dass der Mann vor dem Feuer flüchten wollte"

Die Bewohner wurden für die Dauer des Einsatzes von der Polizei betreut und konnten nach gezielten Lüftungsmaßnahmen wieder in das Gebäude zurückkehren. In der Brandwohnung selbst befanden sich glücklicherweise keine weiteren Personen. 

Vor Ort fanden die Einsatzkräfte den Schwerverletzten, der angab, sich zuvor in der vom Feuer betroffenen Wohnung im dritten Obergeschoss aufgehalten zu haben und dann vom Balkon gesprungen zu sein. "Wir gehen davon aus, dass der Mann vor dem Feuer flüchten wollte, wissen es aber nicht", sagte Polizeisprecher Schenk. 

Bei der Feuerwehr vermutet man, dass der Mann "aufgrund der Brandentwicklung" in den Hinterhof gesprungen sei. Mit dem Eintreffen der Feuerwehr wurde der Schwerverletzte umgehend rettungsmedizinisch versorgt und in eine Münchner Klinik gebracht.  

Mehrere zehntausend Euro Schaden

Die Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass die Wohnung vollständig ausbrannte. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf mehrere zehntausend Euro. Die Peter-Auzinger-Straße musste zeitweise gesperrt werden, das Kommissariat 13 ermittelt zur Brandursache.

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