Wohnen nach dem München-Modell

"Wir, eine junge dreiköpfige Familie aus der Mittelschicht, hatten das Glück, eine der München-Modell-Mietwohnungen ergattert zu haben", schreibt AZ-Leser Daniel Miersch.
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Der gemeinsame Spielplatz des NY Living.
Daniel Miersch Der gemeinsame Spielplatz des NY Living.

"Wir, eine junge dreiköpfige Familie aus der Mittelschicht, hatten das Glück, eine der München-Modell-Mietwohnungen ergattert zu haben", schreibt AZ-Leser Daniel Miersch.

Maxvorstadt - Auf dem alten Löwenbräu-Gelände zwischen Dachauer, Sand- und Nymphenburger Straße ist eines der größten innerstädtischen Wohnareale der Münchner Neuzeit realisiert worden: Das „NY Living“. Die Kauf- und Mietpreise sind hoch angesetzt, doch dank des München-Modells für Haushalte mit mittleren Einkommen gibt es auch familiengerechte Wohnungen für normalverdienende Münchner in diesem großen und zentral gelegenen Neubaugebiet. Viel mehr noch: Sogar Etliches an sozialem Wohnungsbau wurde geschaffen.

Der Gedanke der Landeshauptstadt München, eine Trennung der Bevölkerungsschichten zu vermeiden, indem die Errichtung sozial verträglichen Wohnraums inmitten der immer mehr werdenden, teuren, freifinanzierten Eigentums- und Mietwohnungen verpflichtend wird, ist mehr als löblich und hat sich bereits in den Projekten „Messestadt Riem“ und „Arnulfpark“ als positives Muster herauskristallisiert.

Wir, eine junge dreiköpfige Familie aus der Mittelschicht, hatten das Glück, eine der München-Modell-Mietwohnungen ergattert zu haben. Anfangs waren wir skeptisch, doch unsere Hoffnung, dass die Menschen aus den verschiedenen Einkommensschichten trotz aller Unterschiede sehr wohl neben- und vor allem miteinander leben können, hat sich bewahrheitet.

Unsere Tochter besucht die städtische Kindertagesstätte in der Sandstraße, ein offenes Haus, ohne Gruppen und Trennungen. Dank der Kinder, die in diesem offenen System zueinander finden, vermischen sich auch die Eltern in ihrer Freizeit. Zunächst hat man sich sicherlich auf dem gemeinsamen Spielplatz des „NY Living“ ein wenig beäugt, doch durch den Nachwuchs, der auch die freie Zeit miteinander verbringen möchte, hat man sich zusammengesetzt und bemerkt, dass alle Bewohner in diesem tollen Areal das selbe möchten: Ein friedvolles, tolerantes und rücksichtsvolles Miteinander, in dem jeder sein neues Heim genießen und sich wohl fühlen kann.

Eien Bitte an unsere kommunalen Politiker: Macht weiter mit dieser sozialverträglichen und gemischten Wohnbebauung, denn egal welcher geographischen oder finanziellen Herkunft wir sind: Ein glückliches und zufriedenes Leben können wir nur miteinander erreichen und niemals durch örtliche oder soziale Abtrennung.

Wie sieht's bei Ihnen aus mit dem Wohnungsbau im Viertel? Was ist Ihnen aufgefallen? Mailen Sie uns Ihren Beitrag an stadtviertel@abendzeitung.de. Hier können Sie auch Fotos hochladen.


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