Einbrecher will Arztpraxis bestehlen und schläft im Wartezimmer ein – warum genau das ihm jetzt helfen kann
Auf einen 57-jährigen Münchner Zahnarzt nahe der Kapuzinerstraße hat am Freitagmorgen bereits jemand gewartet, als er die Tür zu seiner Praxis aufsperrte. Ein Mann schlief zu seiner Überraschung kurz nach 8 Uhr morgens bereits auf einem Stuhl im Wartezimmer. An der Tür lehnten mehrere Taschen. Sie waren voll.
Der 57-Jährige wählte unverzüglich die 110 und erklärte der Polizei die Situation. Mehrere Beamte fuhren zur Praxis, um den 42-jährigen Mann zu kontrollieren und bald darauf festzunehmen. Denn wie sich herausstellte, waren die Taschen voller Diebesgut. Er hatte wohl einige Geräte aus der Praxis gestohlen, in Taschen verpackt und an die Wand gelehnt.
Glück gehabt? Einbrecher hatte faktisch noch nichts gestohlen
Die Müdigkeit übermannte den Einbrecher offenbar, das Nickerchen wurde zum ausgedehnten Erholungsschlaf im Wartezimmer. Doch nun musste die Polizei klären, wie es weitergeht. Denn vielleicht hatte der polizeibekannte Einbrecher sogar Glück: Gestohlen hatte er ja noch nichts. Alles, was er mitnehmen wollte, stand im Wartezimmer.
Und tatsächlich: Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft zeigten die Beamten den 42-Jährigen daher "nur" wegen Einbruchs an und ließen ihn wieder laufen.
- Themen:
- München
- Polizei
- Ludwigs-/Isarvorstadt

