Vom Weg abkommen – das lohnt sich

SüdpART heißt das Kunstprojekt, welches zur Zeit im Südpark, also im alten Sendlinger Wald, am Laufen ist.
| Sigi Müller
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Mit der Natur verbunden: Künstlerin Lore Galitz im Sendlinger Wald.
Sigi Müller 5 Mit der Natur verbunden: Künstlerin Lore Galitz im Sendlinger Wald.
„Das Gute kommt von oben“ von Susanne Sommer.
Sigi Müller 5 „Das Gute kommt von oben“ von Susanne Sommer.
Die Wildnis gleicht der in Kanada, sagen die Künstler.
Sigi Müller 5 Die Wildnis gleicht der in Kanada, sagen die Künstler.
Gertrud Fassnacht vor den wunderschönen Lichtspielen der Bäume im „Raum der Klarheit“.
Sigi Müller 5 Gertrud Fassnacht vor den wunderschönen Lichtspielen der Bäume im „Raum der Klarheit“.
Künstlerin Verena Friedrich (r.) erklärt Besucherinnen ihr Projekt.
Sigi Müller 5 Künstlerin Verena Friedrich (r.) erklärt Besucherinnen ihr Projekt.

Sendling - Ich treffe die Künstlerinnen Lore Galitz und Gertrud Fassnacht, und gemeinsam machen wir uns auf den Weg. Das heißt, eigentlich auch nicht, denn nach ein paar Metern verlassen wir die ausgebauten Wege im Park und marschieren auf einem Pfad.

In der Nacht war ein Gewitter, es hat geregnet, der Boden ist schwammig und vollgesogen. Die Sonne bricht durch das nasse Holz, reflektiert auf den Blättern. Wunderschöne Lichtstimmungen. Das erste Projekt heißt "Gioco nel Vento" von Angela Dorscht. Eine Art Mobile. Wir gehen über verschlungene Pfade, treffen ab und zu Besucher, erkennbar an den kostenlosen Ausstellungsplänen in der Hand, suchend, staunend und manchmal auch ein bisschen fragend.

Alle Projekte sind zum Großteil mit Materialien des Waldes gebaut. Der Gast erlebt einen Spaziergang für alle Sinne. Sehen, hören, fühlen, riechen – und in nächster Zeit sogar schmecken. Überall wachsen Brombeeren und wenn diese reif sind, macht Gertrud Fassnacht ein Glas Brombeermarmelade und lässt bei Führungen die Besucher am Geschmack der Natur teilhaben.

Zufällig treffen wir Verena Friedrich, eine Künstlerin, die auch ein Projekt hier hat, mit zwei Besucherinnen. So gehen wir mit ihr und sie zeigt uns ihre Installation. Hölzer, die sich mäandernd zwischen den Bäumen bewegen. Ein Stück weiter die nächsten Ausstellungsbesucher. Die Kunstwerke sind zum Teil nicht leicht zu finden. Und so meint eine der Damen: "Das Suchen passt zum Stil dieser Ausstellung." Hier geht es eben nicht darum, alle Objekte in kürzester Zeit zu erstürmen, vielmehr darum, Ruhe zu finden. Sich auf den Wald einzulassen, zu entschleunigen.

Die Sonne verschwindet hinter einer großen dunklen Wolke und sofort ändert sich das Bild im Wald. Vielleicht einfach öfter kommen, auch zu unterschiedlichen Tageszeiten.  Die Ausstellung läuft noch bis 14. Oktober. Einige Exponate werden nach und nach wieder von der Natur übernommen, so dass es sich sicher auch danach noch lohnt, einfach mal vom Weg abzukommen.

In diesem Sinne eine schöne Woche,

Ihr Sigi Müller

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