Viermal innerhalb einer Woche: Brandserie in Münchner Wohnanlage hält Anwohner bei Atem

Innerhalb von einer Woche hat es in einem Wohnkomplex in Hadern viermal in den Abendstunden gebrannt. Immer gingen Altpapiertonnen in Flammen auf. Die Kripo geht davon aus, dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung handelt. 
von  Ralph Hub
Die Feuerwehr ist in Hadern innerhalb einer Woche zu vier brennenden Altpapiertonne  gerufen worden. Die Kripo ermittelt. (Symbolbild)
Die Feuerwehr ist in Hadern innerhalb einer Woche zu vier brennenden Altpapiertonne gerufen worden. Die Kripo ermittelt. (Symbolbild) © Sebastian Kahnert

Innerhalb von einer Woche haben in Hadern im Bereich einer Wohnanlage vier Altpapiertonnen gebrannt. Die Polizei geht in allen Fällen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Die Anwohner sind besorgt. Betroffen waren in der Rudi-Seibold-Straße die Hausnummern 2, 11 und 27 sowie in der benachbarten Alpenveilchenstraße die Hausnummer 14. Die Gebäude gehören zu einer Anlage der Gesellschaft München Wohnen. Die Serie begann nach Polizeiangaben am 10. März, einem Dienstag, gegen 20.50 Uhr.

Brände wurden jeweils in den blauen Altpapiertonnen gelegt 

Anwohner rochen Rauch und verständigten die Feuerwehr. Bis zum 16. März, diese Woche Montagabend, rückte die Feuerwehr zu weiteren drei Bränden aus. In der Rudi-Seibold-Straße griffen die Flammen auf ein Mülltonnenhäuschen über. Der Gesamtschaden wird derzeit auf rund 6500 Euro geschätzt. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Die Brände wurden jeweils in den blauen Tonnen gelegt, in denen Altpapier gesammelt wird, sagte Polizeisprecher Ralf Kästle. Die Brandfahnder des Kommissariats 13 ermitteln. Einen Zufall schließt die Kripo aus, die Taten liegen in einem eng begrenzten Gebiet und häufen sich innerhalb einer Woche zudem auffällig oft.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei bittet um Zeugenhinweise aus der Nachbarschaft: Wer hat in den Abendstunden seit dem 10. März im Bereich Alpenveilchenstraße, Rudi-Seibold-Straße und Menaristraße (Hadern) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit den Bränden stehen könnten? Hinweise bitte an das K13 unter der Nummer 089/29100 oder an jede andere Polizeidienststelle.

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