Versuchtes Tötungsdelikt am Hauptbahnhof: Mutmaßlicher Täter in U-Haft
Update, 15.48 Uhr: Nach dem versuchten Tötungsdelikt hat ein Haftrichter für einen Tatverdächtigen Untersuchungshaft angeordnet. Dem 38-Jährigen wird vorgeworfen, einen 43 Jahre alten Mann bei einer Auseinandersetzung mit "spitzer Gewalteinwirkung" lebensgefährlich verletzt zu haben, wie die Polizei mitteilte.
Update, 4. Mai, 8.35 Uhr: Wie berichtet hatte die Münchner Polizei im Rahmen ihrer Ermittlungen unter anderem mithilfe ihrer im südlichen Bahnhofsviertel aufgestellten Videotürme und dank weiterer Überwachungskameras Fotos eines bis dato unbekannten Täters sichern können.
38-Jähriger wird dem Haftrichter vorgeführt
Es folgte eine Öffentlichkeitsfahndung, und es gingen mehrere Hinweise auf die Identität des Tatverdächtigen beim Polizeipräsidium ein. "Zeitgleich stellte sich ein 38-Jähriger mit kosovarischer Staatsangehörigkeit und Unterkunft in München bei einer Polizeidienststelle und gab an, der Gesuchte zu sein", teilte die Polizei weiter mit: "Der Tatverdächtige wurde daher vorläufig festgenommen."
Nach dem versuchten Tötungsdelikt soll der Verdächtige am Montag (4. Mai) dem Haftrichter vorgeführt werden. Dem 38-Jährigen wird vorgeworfen, einen Mann bei einer Auseinandersetzung mit spitzer Gewalteinwirkung lebensgefährlich verletzt zu haben.
Bei dem Verletzten besteht keine Lebensgefahr mehr
Zeugen entdeckten den verletzten 43-Jährigen in der Nacht zum 1. Mai an der Straßenkreuzung Bayerstraße/Schillerstraße. Das Opfer soll mehrere Wunden erlitten haben. Sanitäter brachten den Mann in ein Krankenhaus. Inzwischen bestehe keine Lebensgefahr mehr, hieß es weiter.
Polizei leitet Öffentlichkeitsfahndung ein
Update, 3. Mai, 14.34 Uhr: Die Polizei hat im Fall des versuchten Tötungsdelikts in der Münchner Ludwigsvorstadt neue Fahndungsschritte eingeleitet. Wie die Beamten mitteilen, wird nun öffentlich nach dem Tatverdächtigen gesucht – auch mit Bildern aus Überwachungskameras. Das Kommissariat 11 hat die Fotos im Zuge der Ermittlungen gesichert. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I wurde die Öffentlichkeitsfahndung durch das Amtsgericht München angeordnet.
Schwerverletzter Mann am Hauptbahnhof gefunden
Erstmeldung: Ein Mitglied einer Putzkolonne ist in der Nacht auf Freitag nahe dem Hauptbahnhof mit schweren Stichverletzungen aufgefunden worden. Gleich mehrere Notrufe von Handys und auch einer Notrufsäule im Hauptbahnhof-Zwischengeschoss gingen gegen 3 Uhr am Freitagmorgen bei der Polizei ein. Wegen der zunächst unklaren Lage schwärmten mehrere Streifen zum Einsatzort aus.
Zeugen hatten den Mann am U-Bahn-Abgang an der Kreuzung Bayer- und Schillerstraße gefunden. Der 43-Jährige mit griechisch-georgischer Staatsangehörigkeit war dort bei der Arbeit. Er kam mit mehreren Wunden, die durch spitze Gewalteinwirkung verursacht worden sind, in eine Klinik, ist aber laut Polizei nicht in Lebensgefahr.
Die Polizei geht davon aus, dass ihm die Verletzungen im Zuge einer körperlichen Auseinandersetzung mit einer bislang unbekannten männlichen Person zugefügt wurden. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt, die Spurensicherung war im Einsatz. Aufgrund der Absperrung kam es vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen. Eine sofort eingeleitete polizeiliche Fahndung erbrachte aber keine Hinweise auf den bislang unbekannten Täter. Die Polizei fahndet daher nach diesem.
Versuchtes Tötungsdelikt in München
Derzeit konzentrieren sich die Ermittlungen zur Tat, die als versuchtes Tötungsdelikt gilt, vor allem auf den genauen Tatablauf und den Hintergrund des Geschehens. Hinweise, dass Täter und Opfer sich kannten, gebe es bislang nicht, so die Polizei.
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München (Kommissariat 11, Tel. 089/29100) oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.



