Unfall in München-Haidhausen: Lkw-Fahrer übersieht Mutter mit Kinderwagen

Das hätte ein schreckliches Ende nehmen können! Ein Lkw-Fahrer übersieht in Haidhausen eine Mutter mit Kinderwagen - der Wagen samt Kindern wird erfasst.  
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Der Lkw-Fahrer übersah die Mutter mit dem Kinderwagen. (Symbolbild)
imago/photothek Der Lkw-Fahrer übersah die Mutter mit dem Kinderwagen. (Symbolbild)

Das hätte ein schreckliches Ende nehmen können! Ein Lkw-Fahrer übersieht in Haidhausen eine Mutter mit Kinderwagen – der Wagen samt Kindern wird erfasst.  

Haidhausen - Es ist verhältnismäßig glimpflich ausgegangen. Immerhin. Denn eine 28-jährige Mutter musste am Montagnachmittag in Haidhausen schreckliche Momente erleben. Ein Lkw schleifte den umgestürzten Kinderwagen mit ihren Kindern mehrere Meter mit. Der Lkw-Fahrer und die Mutter erlitten einen Schock. Die Kinder wurden in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurden aber „nur“ Schürfwunden festgestellt.

Das war passiert: Gegen 15.35 Uhr war der Lkw-Fahrer (54) in westlicher Richtung auf der Prinzregentenstraße unterwegs. Obwohl der Verkehr vor ihm stockte, fuhr er auf die Kreuzung zur Ismaninger Straße ein. Als die Fußgängerampel vor ihm auf Grün schaltete, wollte er die Kreuzung verlassen und fuhr an.

Er sah einen Fußgänger und stoppte wieder. Dann aber übersah der Mann die Mutter mit ihren Kindern. Sie befanden sich für ihn offenbar im toten Winkel.

Der 54-Jährige fuhr los und rammte den Kinderwagen, der zur Seite stürzte. Laut Polizei schleifte der Lkw den Kinderwagen – und die beiden zwei und drei Jahre alten Buben, die sich darin befanden – etwa zwei Meter mit. Erst dann stoppte er. Die beiden Kinder hatten einen fleißigen Schutzengel, dass ihnen nicht schlimmeres passierte als die Schürfwunden.

Zuletzt einige schwere Unfälle in München

Der Unfall reiht sich ein in mehrere schlimme Zusammenstöße, bei denen Kinder in München zu Schaden gekommen sind. Zuletzt sorgte vor allem der tödliche Unfall der neunjährigen Loreeley für Aufsehen. Das Mädchen war an der Schleißheimer Straße an der Kreuzung zur Moosacher Straße auf den Weg zur Schule von einem abbiegenden Lkw erfasst und tödlich verletzt worden. Viele Münchner zeigten ihre Anteilnahme – unter anderem auch an der Unfallstelle, wo sie zu einem stillen Gedenken zusammenkamen und Blumen niederlegten.

Auch in der Welfenstraße in der Oberen Au hatte erst kürzlich ein Auto ein Kind angefahren. Nach Protesten von Anwohnern reagierte die Stadt: Das Kreisverwaltungsreferat erließ eine 30er-Zone von der Regerstraße bis zum Tassiloplatz - allerdings nur werktags zwischen sieben und 18 Uhr.

Die Polizei reagierte am Mittwoch mit einem ausführlichen Appell auf die Unfall-Serie. Sie fordert Lkw- und Busfahrer zu vorsichtigem Fahren auf – und dazu, immer den toten Winkel zu bedenken. Aber auch an Eltern und Kinder richtet die Polizei Tipps. „Als Faustregel gilt: Nur wenn Sie den Fahrer sehen, kann auch er Sie sehen!“, heißt es dort. Und: „Suchen und halten Sie Blickkontakt mit Fahrern von Lkw und Bussen, wenn Sie Straßen, Kreuzungen oder Einmündungen queren. So können Sie sicherstellen, dass Sie gesehen werden.“ 

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