Übergriff in Münchner Freibad: 48-Jähriger soll sich vor zwei Mädchen entblößt haben

Die beiden zwölf Jahre alten Freundinnen waren am Sonntagnachmittag ins Schyrenbad gefahren, um das schöne Wetter zu genießen. Im Liegebereich suchten sich die Schülerinnen aus München ein gemütliches Plätzchen. Ganz in der Nähe lag nach Angaben der Polizei ein 48-Jähriger, ebenfalls aus München.
Gegen 17.45 Uhr fiel den beiden Mädchen auf, dass, wie die Polizei am Montag mitteilte, der Münchner seine Badehose ein Stück heruntergezogen hatte. "Er hatte augenscheinlich seinen Genitalbereich teilweise entblößt und die Mädchen dabei angesehen", sagte eine Polizeisprecherin.
Schwimmmeister greift sofort ein
Die beiden Schülerinnen packten ihre Sachen zusammen und versuchten, schleunigst Abstand zwischen sich und den fremden Mann zu bringen. Bevor sie das Schyrenbad verließen, informierten sie allerdings den Schwimmmeister über den Vorfall.
Der knöpfte sich den 48-Jährigen sofort vor und nahm den Verdächtigen mit ins Büro. Von dort aus verständigte er den Polizeinotruf. Wenig später traf eine Streife im Schyrenbad ein. Die Beamten nahmen den verdächtigen 48-Jährigen fest und brachten ihn zur Wache.
Opfer sind beide noch Kinder
Minderjährige unter 14 Jahren stehen rechtlich unter einem besonderen Schutz. Gegen den 48-Jährigen wurde daher nicht wegen sexueller Belästigung angezeigt. Gegen ihn wird im Rahmen eines Strafverfahrens wegen sexuellem Missbrauch von Kindern ermittelt. Ihm droht im Fall einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr.
Der mutmaßliche Tatverdächtige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Der Mann ist bei der Polizei bekannt. Gegen ihn wurde bereits früher wegen "Belästigung der Allgemeinheit" ermittelt, darunter fällt zum Beispiel auch Urinieren in der Öffentlichkeit. Damals ging es bei ihm allerdings lediglich um eine Ordnungswidrigkeit.