Übergangs-Gasteig: Weiter Protest in Sendling

Handwerker und Künstler sehen sich von der Stadt immer noch übergangen.
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Die Verteilung der Gasteig-Institutionen auf dem Gelände.
Allmann Sattler Wappner Architekten Die Verteilung der Gasteig-Institutionen auf dem Gelände.

München - Ein Friedensgipfel ohne friedliches Ergebnis: Der Gasteig und Bürgermeister Josef Schmid (CSU) konnten in ihren Gesprächen mit den Nutzern des Stadtwerke-Areals an der Hans-Preißinger-Straße nicht alle Seiten zufrieden stellen. Die Künstler und Handwerker, die heute auf dem Areal arbeiten, sehen es immer noch so, dass die Stadt ihre Existenzen gefährdet.

Wie berichtet, sollen die Werkstätten und Ateliers dem Gasteig weichen, der hier während des Umbaus des Haupthauses untergebracht werden soll.

Heutige Nutzer verfassten nach dem Gespräch mit Schmid und Gasteig-Chef Max Wagner eine Erklärung. "Gasteig macht mit der Entmietung ernst", steht dort. "Was für eine bürgernahe und weitsichtige Stadtpolitik keine Option sein kann, scheint nun in München trübe Wirklichkeit zu werden: Die perspektivlose Vertreibung von Kultur schaffenden Bürgern der Stadt durch eine Kulturinstitution der Stadt aus Gründen der Verwaltungsopportunität".

Bürgermeister Josef Schmid zeigte sich im Gespräch mit der AZ "verwundert" über die Aussagen. Rechtlich sei man dazu nicht verpflichtet, die Stadt werde den heutigen Nutzern aber helfen. "Wir wollen Kreativquartiere schaffen. Wir haben aber eben auch eine Verpflichtung gegenüber den Gasteig-Besucher", sagte Schmid. Dabei gehe es nicht nur um Hochkultur, betonte er. Sondern um "alle Bevölkerungsschichten, auch Kinder, die in die Bibliothek gehen."

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