Trümmerfeld in Münchner Tunnel: Pkw kracht mit extrem überhöhter Geschwindigkeit in die Wand

Die Fahrt eines 46-Jährigen findet am Freitagmorgen ein jähes Ende, als der Mann mit seinem Pkw an die Wand im Biedersteiner Tunnel kracht. Zuvor ist er mit extrem überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.
von  Ralph Hub, André Wagner
Ein 46-Jähriger ist am Freitagmorgen mit seinem Pkw im Biedersteiner Tunnel in die Wand gekracht und hat ein Trümmerfeld hinterlassen. (Symbolbild)
Ein 46-Jähriger ist am Freitagmorgen mit seinem Pkw im Biedersteiner Tunnel in die Wand gekracht und hat ein Trümmerfeld hinterlassen. (Symbolbild) © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Der Biedersteiner Tunnel glich am frühen Freitagmorgen einem Trümmerfeld. Zuvor war ein 46-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim mit seinem Pkw gegen die Tunnelwand gefahren.

Wie die Polizei berichtet, war der Mann gegen 2 Uhr mit seinem Seat Leon mit überhöhter Geschwindigkeit auf dem Isarring von Bogenhausen kommend in Richtung Schwabing unterwegs. Dabei wurde er im Richard-Strauss-Tunnel mit 178 km/h geblitzt.

Unfallfahrer zuvor mit 178 km/h geblitzt

Etwa 50 Meter vor dem Biedersteiner Tunnel geriet der 46-Jährige mit seinem Auto in einer Rechtskurve auf den Fahrbahnteiler. Zunächst fuhr er einen dort befindlichen Lichtmast um, anschließend geriet er auf die Gegenfahrbahn. 

Nachdem er etwa 50 Meter weit im Tunnel war, schlug der Seat mit extrem hoher Geschwindigkeit in die Wand der Gegenfahrbahn ein und kam erst nach 150 Metern zum Stehen. Dabei hatte der 46-Jährige noch Glück, dass er nicht mit dem entgegenkommenden Honda eines 19-Jährigen aus München kollidierte. Dessen Fahrzeug wurde jedoch durch umherfliegende Trümmerteile des Seat, die sich laut Polizei über ein Gebiet von 200 Metern verteilten, beschädigt.

Der 46-Jährige wurde durch den Unfall schwer verletzt und mit einem Schädel-Hirn-Trauma und zahlreichen Prellungen in ein Krankenhaus transportiert.

Polizei schließt Suizidversuch nicht aus

Bei der Unfallursache ermittelt die Polizei nun in alle Richtungen, auch ein möglicher Suizidversuch wird aktuell nicht ausgeschlossen.

Während der umfangreichen Unfallaufnahme und Räumungsarbeiten musste der Isarring für fünf Stunden in beiden Richtungen komplett gesperrt werden, wodurch es im morgendlichen Berufsverkehr zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen kam. Erst gegen 7 Uhr konnte die Unfallstelle wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden.

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