Trickbetrüger sitzt unter Mordverdacht in U-Haft und schweigt

Nach nur knapp einer Woche hat die  Münchner Polizei  den brutalen Mord an der 91-Jährigen Anna Sondermaier geklärt. Die Hintergründe und was den tatverdächtigen Münchner schwer belastet 
| Ralph Hub
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Mord in der Au: Die 91-Jährige Anna S. ist getötet worden. Die Polizei sucht im Umfeld der Wohnung in der Dollmannstraße nach Hinweisen und Spuren. Die Bilder vom Tatort...
Tim Wessling 3 Mord in der Au: Die 91-Jährige Anna S. ist getötet worden. Die Polizei sucht im Umfeld der Wohnung in der Dollmannstraße nach Hinweisen und Spuren. Die Bilder vom Tatort...
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Nach nur knapp einer Woche hat die  Münchner Polizei  den brutalen Mord an der 91-Jährigen Anna Sondermaier geklärt. Die Hintergründe und was den tatverdächtigen Münchner schwer belastet 

Au/GiesingDer Mord an der 91-Jährige Rentnerin Anna Sondermaier ist geklärt. Ein vorbestrafter Trickdieb und Betrüger sitzt unter dringendem Tatverdacht in U-Haft. Ein Sondereinsatzkommando nahm den 50-jährigen Münchner am Freitagabend in Riem fest. Körperverletzung, Raub, Diebstahl, Betrug - Marc K. hat einiges auf dem Kerbholz. Zuletzt saß er zwei Monate wegen Diebstahl im Knast. Ende 2013 wurde er entlassen. Seitdem lebte er bei seiner Freundin in Riem. Die Frau ahnte nicht, womit ihr Freund sein Geld verdient, bis am Freitagabend plötzlich schwer bewaffnete Polizisten vor ihrer Wohnungstür standen.

Marc K. ließ sich widerstandslos festnehmen. „Er wirkte äußerlich völlig ruhig“, berichtet Markus Kraus, Chef der Mordkommission. Der Verdächtige verweigert die Aussage. „Ich will einen Anwalt“, das war bisher der einzige Satz, den ihm die Vernehmungsbeamten entlocken konnten. Der 50-Jährige ist offenbar darauf spezialisiert, Senioren auszuplündern.

Lesen Sie hier: Au-Mord: In dieser Wohnung wurde die 91-Jährige getötet

Die Ermittler glauben, dass die 91-jährige Anna Sondermaier aus der Au sein letztes Opfer war. Offenbar wollte er die Rentnerin bestehlen, als ihn die alte Dame erwischt, tötete er sie. „Er hatte es auf Geld und Wertsachen abgesehen. Wir gehen aus von einem Mord aus niederen Beweggründen“, sagt Staatsanwalt Peter Preuß, „Habgier, Heimtücke und Verdeckung einer Straftat.“

Am Dienstag fand eine Altenpflegerin die tote Rentnerin. Beamte der Spurensicherung untersuchte die Wohnung. Dabei schöpfte einer der Beamten Verdacht. Er bemerkte Parallelen zu einem ähnlichen Fall aus der Nachbarschaft: Opfer war ebenfalls eine alleinstehende, alte Dame. Die 85-Jährige aus der Tegernseer Landstraße wurde bestohlen, doch sie hatte Glück und überlebte.

Lesen Sie hier den Polizeibericht zum Mordfall in der Au

Ein bayerisch sprechender Mann, hager mit schwarzen Haaren, hatte bei ihr am 16. Juli vormittags gegen zehn Uhr geklingelt. Der Fremde im blauen Overall behauptete, er komme von einer Reinigungsfirma und sei die Vertretung für einen Kollegen. Ahnungslos bat ihn die 85-Jährige herein. 45 Minuten putzte der Mann. Dann hatte er es plötzlich eilig. Er wolle den Müll runterbringen, behauptete er. Wenig später stand der echte Putzmann vor der Tür. Als die 85-Jährige nach ihrem Schmuck sah, stellte sie fest, dass eine Schatulle mit zehn Ketten, zwei Paar Ohrringen sowie ihr Ehering weg waren.

Der Abgleich der sichergestellten Spuren von beiden Tatorten mit den im Computer gespeicherten Daten brachte den Durchbruch. Fingerabdrücke und DNA belegen zweifelsfrei, dass der verdächtige Münchner an beiden Tatorten war. Derzeit überprüfen die Ermittler, ob Marc K. im Besitz des Schmucks aus dem Giesinger Trickdiebstahl ist. Sollte bei ihm auch Schmuck aus dem Besitz von Anna Sondermaier gefunden werden, droht dem Münchner eine lebenslange Haftstrafe^wegen Mordes.

 

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