Tierschutzverein München deckt illegalen Welpenhandel auf

Gemeinsam mit dem Münchner Tierschutzverein ist es der Polizei gelungen, einen illegalen Handel mit Hundewelpen in München aufzudecken.
| Ralph Hub
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Eine Mitarbeiterin des Tierschutzvereins entdeckte die ominöse Anzeige im Internet.
Tierschutzverein München 3 Eine Mitarbeiterin des Tierschutzvereins entdeckte die ominöse Anzeige im Internet.
Eine Mitarbeiterin des Tierschutzvereins entdeckte die ominöse Anzeige im Internet.
Tierschutzverein München 3 Eine Mitarbeiterin des Tierschutzvereins entdeckte die ominöse Anzeige im Internet.
Die Polizei fasst die beiden Händler und kann sie schließlich festnehmen.
Tierschutzverein München e.V. 3 Die Polizei fasst die beiden Händler und kann sie schließlich festnehmen.

Ramersdorf - Das Angebot im Internet liest sich holprig. Ein Züchter bietet niedliche Hundebabys an – "Akita-Inu" eine Hunderasse aus Japan. Angeblich sind die Welpen geimpft und haben Papiere. Melanie (23), eine Tierschutzaktivistin aus München, ist misstrauisch und stellt dem dubiosen Züchter eine Falle.

Akita Inu sehen aus wie Huskys. Deshalb kommen sie auch bei uns zunehmend in Mode. Seriöse Züchter verlangen bis zu 2000 Euro.

Die Akita Inu, die Melanie im Internet entdeckt, sind dagegen deutlich billiger. 700 Euro soll ein Welpe kosten, inklusive Impfung und Papiere. Ein Schnäppchen, aber nur auf den ersten Blick. Denn Fachleute wissen, dass an solchen Angeboten etwas faul ist. Auf Internetplattformen werden ungezählte Welpen angeboten: Rassehunde oder Mischlinge, die Nachfrage ist enorm.

Melanie nimmt Kontakt zum Züchter auf. Zum Schein geht sie auf das Angebot ein. Man verabredet sich für Samstag, 9 Uhr, in der Ottobrunner Straße. Doch zum vereinbarten Treffpunkt kommt die Münchnerin natürlich nicht alleine. Ein Tierschutzinspektor des Münchner Tierschutzvereins, ein Veterinär und die Polizei warten bereits.

Die Züchter versuchen zu fliehen, die Polizei verhaftet sie

Ahnungslos tappt der Züchter (57) in die Falle. Er und sein Kollege (32) stammen aus der Nähe von Novi Sad, der zweitgrößten Stadt in Serbien.

Im Kofferraum ihres Peugeot transportieren sie die Welpen. Nur mehr zwei Akita Inu sitzen im Käfig. Die anderen Hundebabys haben die Männer offenbar bereits verkauft. Jedenfalls haben die Züchter einen Haufen Bargeld in der Tasche.

Die Papiere, die die Züchter vorlegen, sind gefälscht. "Die Welpen sind erst im Februar zur Welt gekommen", sagt Judith Brettmeister, Sprecherin des Tierschutzvereins. Die Hundezüchter versuchen zu fliehen. Doch die Polizei nimmt sie fest. Weil sich die Männer wehren, werden sie in Handschellen abgeführt.

Erst nach Bezahlung einer Sicherheitsleistung über 2200 Euro kommen sie wieder frei. Beide Verdächtigen sind polizeibekannt. Gegen sie wird wegen Urkundenfälschung und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

Carlo und Basco, so heißen die Welpen inzwischen, sind im Tierheim in Riem auf der Quarantänestation untergebracht. Sie werden von einem Veterinär untersucht und von den Betreuern aufgepäppelt. Was den Welpen fehlt, ist ein neues Zuhause.

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