Tierpark Hellabrunn trauert um Orang-Utan-Weibchen Matra

Das Affen-Weibchen wurde 44 Jahre alt. Bis zuletzt kümmerte sich der Orang-Utan liebevoll um den Nachwuchs.
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Die Zeiten im Tierpark Hellabrunn sind derzeit nicht gerade rosig.
Tierpark Hellabrunn/Jörg Koch Die Zeiten im Tierpark Hellabrunn sind derzeit nicht gerade rosig.

Harlaching - Der Tierpark Hellabrunn trauert um Orang-Utan-Weibchen Matra. Das Affen-Weibchen wurde bereits am 31. März von den Tierpflegern tot im Gehege aufgefunden. Eine Obduktion in der Tierklinik der LMU ergab ein Herz-Kreislauf-Versagen als Todesursache.

"Die Todesursache war ein Herzversagen, welches durch altersbedingte, bereits fortgeschrittene Organveränderungen, vor allem an Herz und Niere, verursacht wurde. Eine infektiös bedingte Erkrankung konnte ausgeschlossen werden", erklärt Tierparkdirektor Rasem Baban.

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Orang-Utan kam 1993 nach München

Laut Tierpark hatte sich die Orang-Utan-Dame bis zum Schluss rührend um den Nachwuchs in Hellabrunn gekümmert. Mit 44 Jahren hatte Matra bereits ein stattliches Alter erreicht. "Trotzdem sind es sehr traurige Momente, wenn ein so liebenswürdiges Tier, das uns hier in Hellabrunn seit über 26 Jahren täglich begleitet hat, stirbt", bedauert Beatrix Köhler, Hellabrunner Kuratorin und Leiterin der Zoologischen Abteilung, ihren Tod.

Matra wurde am 19. November 1975 in Nürnberg geboren, wo sie mit 14 Jahren ihr erstes Jungtier bekommen und aufgezogen hat. Am 9. September 1993 zog sie in den Münchner Tierpark Hellabrunn um und wurde zum Lieblingsweibchen des 2018 verstorbenen Orang-Utan-Männchens Bruno. Mit Bruno zeugte sie insgesamt sechs weitere Kinder (zwei Männchen und vier Weibchen), die sich teilweise bereits fortgepflanzt haben.

Die Zeiten im Tierpark Hellabrunn sind derzeit nicht gerade rosig.
Die Zeiten im Tierpark Hellabrunn sind derzeit nicht gerade rosig. © Tierpark Hellabrunn/Jörg Koch

Zwei von Matras Kindern leben immer noch im Tierpark: ihre heute zehnjährige Tochter Jolie und ihr im Oktober 2016 geborener Sohn Quentin.

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