Thalkirchen: Beschwerde über rücksichtslosen U-Bahnfahrer

Beschwerde über einen U-Bahnfahrer: Er soll die U-Bahn-Tür mitten beim Einsteigen geschlossen und einen Mann verletzt haben.
| Lisa Marie Albrecht
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Der Vorfall soll sich am Bahnhof Thalkirchen abgespielt haben.
imago/Ralph Peters Der Vorfall soll sich am Bahnhof Thalkirchen abgespielt haben.

Thalkirchen - Es ist der vergangene Samstagnachmittag, als Wolfgang U. an der Haltestelle Thalkirchen in die U3 Richtung Odeonsplatz einsteigt. Das Wetter ist gut, wahrscheinlich haben viele den Tag genutzt, um in den Tierpark zu gehen und sind auf dem Rückweg.

Deswegen wird es ein wenig eng, als die Türen der U-Bahn aufgehen und einige Leute einsteigen wollen. An einer Tür wollen fünf Leute zusteigen, berichtet Wolfgang U. der AZ. Doch offenbar geht das nicht schnell genug: Während die Leute noch einsteigen, soll sich die Tür geschlossen haben. Ein älterer Herr steht noch am Bahnsteig, sein Arm ist aber bereits in der Tür – und wird eingeklemmt. Die Tür bleibt verschlossen, die U-Bahn ist abfahrbereit.

"Ich hatte meine Hand bereits an der Notbremse", erzählt Wolfgang U. und zeigt sich schockiert, dass der Fahrer einfach so den Schließbefehl gab. "Dieses Verhalten geht gar nicht." Erst nach einer Minute habe der Fahrer die Tür wieder geöffnet, sodass sich der Mann befreien konnte.

Später, als die U-Bahn am Marienplatz hält, sei der Fahrer außerdem durch eine sehr aggressive Durchsage aufgefallen, bei der er sagt, dass die Fahrgäste an der hinteren Tür sowieso nicht mehr alle mitgenommen würden, und habe wieder die Tür verschlossen. "Ich verstehe, dass die Bahnen pünktlich abfahren müssen, aber die Leute, vor allem Kinder, sind schockiert von so einem brutalen Vorgehen."

Bei der MVG entschuldigt man sich, dass der Fahrer nicht schnell genug auf die gefährliche Situation reagiert habe. "Das sollte nicht vorkommen!", so ein Sprecher. Fest stehe aber, dass der Zug insgesamt 60 Sekunden am Bahnhof Thalkirchen stand, so dass der Arm des Herrn wohl keine Minute eingeklemmt war. Zudem verhindere die Sensorik, dass der Zug in so einem Fall abfahren kann. Mit dem Fahrer, der derzeit im Urlaub ist, werde man ein ausführliches Gespräch führen.

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