Terroristin kommt nach Haftbeschwerde frei

Das Paar war nach Syrien in ein Terrorcamp gereist und nach ihrer Rückkehr festgenommen worden. Eine 33 Jahre alte "Gotteskriegerin" ist jetzt wieder frei.
| Ralph Hub
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Sendling - Als „Münchner Gotteskrieger“ hat das Paar aus Sendling im Oktober letzten Jahres bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Farah H. (33) war mit ihrem achtjährigen Sohn und ihrem Freund, Samil A. (20), im August nach Syrien in ein Terrorcamp des IS gereist. Nach Geheimdienstinformationen haben sie sich in dem Terrorcamp angeblich zu Kämpfern ausbilden lassen und auch an Gefechten im syrisch-irakischen Grenzgebiet teilgenommen.

Die Reise zu den Dschihadisten blieb den Sicherheitsbehörden nicht verborgen. Bei ihrer Rückreise im Oktober wurde das Paar bereist erwartet. In Bahnhof von Villach nahm sie ein Spezialkommando der Österreichischen Polizei in Empfang. Das Paar kam in U-Haft. Der Bub wurde in die Obhut des Jugendamtes übergeben. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen das Paar wegen „schwerer, staatsgefährdender Gewalttaten.“

Samil A. sitzt noch immer in Untersuchungshaft. Seine Freundin wurde dagegen inzwischen entlassen. Ihr Anwalt hatte bei Gericht Haftbeschwerde eingereicht und war damit erfolgreich. „Die Verdächtige wurde daraufhin freigelassen“, bestätigt Judith Henkel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft München. Das Gericht erließ keinerlei Auflagen. Das heißt Farah H. kann reisen, wohin sie will. Pass und Personalausweis hat sie zurückbekommen.

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