Suche Burger, esse Currywurst

Der Burger-Hype ist überall. Im neuen Burger-Imbiss Effe und Gold in der Herzogstraße überzeugt aber vor allem die Currywurst nach Berliner Art.
| Daniel Gahn
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Das Effe und Gold in der Herzogstraße.
Effe und Gold Das Effe und Gold in der Herzogstraße.

Schwabing - In der Münchner Gastro-Szene gibt es seit einer Weile einen Trend, an dem man eigentlich nicht vorbeikommt: Burger. Inzwischen gibt es die Fleischpflanzl-Semmeln fast an jeder Ecke, und jedes Lokal bietet, zumindest laut Auskunft der Gäste, natürlich den besten Burger der Stadt an. Da hilft nur durchprobieren.

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Das Effe und Gold gehört zu den jüngeren Burgerbratereien. Die Webseite verspricht Regionalität und Nachhaltigkeit. Um diese Dinge kommt man aktuell genauso wenig herum wie um den Burger-Hype. Sei’s drum. Wir passen uns an und testen nachhaltig und regional.

Für das Effe und Gold wurde der Name Kleinstgaststätte erfunden. Die bunte Mixtur aus ein paar Stühlen und Tischen erinnert an einen Imbiss.

Wie in Burgerläden üblich, wird am Tresen bestellt und am Tisch gewartet. Der Service ist überaus freundlich und aufmerksam. Das Testmenü besteht aus einem „Burgermeister“ mit Käse, Süßkartoffeln und einer Currywurst.

Die Zubereitung des Burgermeisters (6,90 Euro, Käse 50 Cent extra) dauert ein Weilchen, aber die Wartezeit lässt sich gut mit einem Hellen von Kapplerbräu (0,33 l für 2,90 Euro) überbrücken.

Der Burger macht einen guten Eindruck, nur bei der Haus-Soße kommt eine zu starke Mayonnaise-Note durch. Die getoastete Semmel ist arg trocken. Die gebratenen Süßkartoffeln (4,90 Euro) sind geschmacklich gut, aber ohne Biss. Das mitgelieferte Kräuterpesto hat eine Knoblauch-Note, die nicht unbedingt der beste Begleiter zur Süße der Kartoffel ist. Da darf es gern auch weniger Knoblauch sein.

Die Currywurst (4,20 Euro) wird hier nach Berliner Art zubereitet. Liebhaber streiten sich seit Jahren über die Vorzüge von Brüh- oder Bratwurst, weshalb wir uns nur auf die Soße konzentrieren. Selbst die laut Karte „angenehm scharfe“ Variante „Scharfe Braut“ löst ein kleines Mund-Feuer aus. Wiedersehen soll normalerweise Freude machen, nur trifft das nicht auf die Semmel zu, in der eben noch der Burger wohnte. In der ungetoasteten Variante erweist sich das Ding als gutes Transportmittel für die Soße, die trotz Schärfe geschmacklich sehr überzeugt.

Auf der Suche nach dem besten Burger finden wir hier eine überzeugende Currywurst. Das ist doch auch was.

Herzogstr. 86, Di-Fr 17-22 Uhr, Sa-So 15-22 Uhr, Tel.: 39 29 39 22, www.effe-gold.de

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