Stadt: Jahrelanger Leerstand an der Marsstraße ist "vertretbar"

Der jahrelange Leerstand sei vor allem aufgrund schwieriger Abstimmungen zustande gekommen, rechtfertigt sich Stadtbaurätin Merk. Im Sommer sollen aber nun endlich die Bagger anrollen.
| Lukas Schauer
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Verwahrlost: Das Areal vor dem Hintergebäude an der Marsstraße - und das Haus selbst auch. Im Sommer soll endlich gebaut werden.
Verwahrlost: Das Areal vor dem Hintergebäude an der Marsstraße - und das Haus selbst auch. Im Sommer soll endlich gebaut werden. © fm

Neuhausen - Rund zehn Jahre lang lag das Gelände an der Marsstraße 76 brach und gammelte vor sich hin. Ein Zustand, über den die AZ mehrmals berichtete und der zuletzt auch den Stadtrat beschäftigte. Auf eine entsprechende Anfrage der Linksfraktion im Rathaus hat die Stadt den jahrelangen Leerstand nun verteidigt - und gleichzeitig den Baubeginn für Sommer 2021 angekündigt.

Stadt verteidigt Leerstand an der Marsstraße

Vor allem der "notwendige temporäre Erhalt des Straßenreinigungsstützpunktes bei gleichzeitiger Realisierung der Neubaumaßnahme" habe "umfangreiche Abstimmungsprozesse zwischen der GWG und den beteiligten städtischen Referaten" nötig gemacht, schreibt Stadtbaurätin Elisabeth Merk.

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Die städtische GWG war 2015 vom Stadtrat beauftragt worden, auf dem Gelände Wohnungen zu bauen. Die Wohnungsbaugesellschaft stellte aber fest, dass "keine Wirtschaftlichkeit der Baumaßnahme hergestellt werden" konnte. 2019 vergab der Stadtrat daher noch das angrenzende Grundstück der Klarastraße 11 an die GWG.

Zehn Jahre Leerstand: "Verzögerungen erscheinen vertretbar"

Das sorgte aber laut Merk nun erneut für weitere Verzögerungen. So wurde "erst nach Aufnahme der Gesamtplanung über beide Grundstücke bekannt, dass eine Baubeschränkung und Vormerkung eines Geh- und Fahrtrechtes zugunsten des Nachbargrundstückes eingetragen sind". Mittlerweile sei aber alles geklärt.

Im Sommer soll nun tatsächlich Baubeginn für 33 geförderte Wohnungen sein. Auf dem Teilstück an der Klarastraße besteht laut Stadt zudem noch Potenzial für weitere 20 Wohnungen. Den bisherigen jahrelangen Leerstand  sieht Merk denn auch gar nicht so kritisch: "Das erzielte Ergebnis kann sich sehen lassen. Vor dem Hintergrund, dass mehr als doppelt so viel geförderter Wohnraum realisiert werden kann, erscheinen diese Verzögerungen vertretbar."

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