Solide Küche fein serviert

Das Busner.s offeriert Essen von morgens bis abends – und einen Service, der in besonders guter Erinnerung bleibt.
| Daniel Gahn
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.... und auch die anderen Gänge sind vielversprechend im Busner.s
Daniel von Loeper 3 .... und auch die anderen Gänge sind vielversprechend im Busner.s
.... und auch die anderen Gänge sind vielversprechend im Busner.s
Daniel von Loeper 3 .... und auch die anderen Gänge sind vielversprechend im Busner.s
.... und auch die anderen Gänge sind vielversprechend im Busner.s
Daniel von Loeper 3 .... und auch die anderen Gänge sind vielversprechend im Busner.s

Maxvorstadt - Es gibt Restaurants, an denen geht man vorbei, aber aus einem unerfindlichen Grund dann doch nicht rein. Das Busner.s am Stiglmaierplatz gehörte einst auch dazu. Von außen macht das komplett verglaste Restaurant einen ziemlich transparenten Eindruck, aber Transparenz ist in der Gastronomie grundsätzlich eine gute Sache.

Millisekunden nach Betreten des Restaurants wird klar, was die größte Stärke des Ladens ist: der Service. Das Personal im Busner.s ist unglaublich schnell, freundlich und höflich. In Sterneläden darf man das erwarten, für ein Ecklokal ist das mehr als nur löblich.

Die Speisekarte macht dagegen einen etwas unbeholfenen Eindruck, da das Lokal von früh bis abends geöffnet hat und sich der Gast damit durch diverse, Standard-, Wochen-, Menü- und sonstige Karten wühlen muss.

Um es einfach zu machen, fällt die Wahl auf das Degustationsmenü, das inklusive Weinbegleitung für reelle 49 Euro an den Tisch kommt. Bevor wir uns überhaupt länger über die Tischsets aus Filz wundern können, die auch als Sitzkissen verwendet werden, ist schon der Service zur Stelle und stellt den Wein zum ersten Gang in vorbildlicher Manier vor.

Der Riesling schmeckt ausgezeichnet und auch der erste Gang macht einen ausgesprochen guten Eindruck. Die Ziegenkäsemousse passt gut zur Süße des Feigenchutneys, die durch das leicht Bittere des Radicchios gut ergänzt wird.

Der Zwischengang, eine Dorade mit Parmesankruste und Lavendelblütensauce, klingt spektakulär, hält jedoch geschmacklich nicht ganz mit. Bei den Lammfilets überzeugt besonders die Portwein-Pinienkernsauce. Der angekündigte gefüllte Spitzkohl ist lediglich mit Spitzkohl gefüllt, was vielleicht toll klingen mag, letztlich aber auch nur Spitzkohl bedeutet. Der dazugehörige Wein, ein Sablet von Stehelin, hebt das Gericht wieder auf ein mehr als gutes Niveau.

Wenig Begeisterung kommt allerdings beim Dessert auf. Das besteht aus dem allgegenwärtigen und selten perfekt gemachten lauwarmen Schokoladenkuchen. Die schöne Garnitur lenkt ein bisschen von der Tristesse des braunen Schokoladensees ab, der sich nach dem Anstich des Kuchens auf dem Teller verteilt. Das Busner.s hat – wie viele andere Lokale auch – stärkere und nicht ganz so starke Gerichte im Programm. Besonders bleibt dagegen der Service in Erinnerung.

Nymphenburger Str. 1 Telefon: 55 71 54, Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr geöffnet

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