Siemens-Gelände: So soll das neue Viertel aussehen

In einer Ausstellung sind seit Freitag Vorschläge für das neue Viertel in Obersendling zu sehen. In der Bilderstrecke sehen Sie die Entwürfe.
| Jeanne Jacobs
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Der Entwurf des Berliner Architektenbüros „Ortner & Ortner“: Die Wohn- und Geschäftshäuser sind jeweils um einen Nord- und einen Südhof angeordnet. Quer stehende Gebäude teilen die großen Höfe in kleinere aber nicht ganz abgeschlossene Einheiten. Zwischen den Höfen soll eine „grüne Mitte“ entstehen.
Ortner & Ortner Baukunst 5 Der Entwurf des Berliner Architektenbüros „Ortner & Ortner“: Die Wohn- und Geschäftshäuser sind jeweils um einen Nord- und einen Südhof angeordnet. Quer stehende Gebäude teilen die großen Höfe in kleinere aber nicht ganz abgeschlossene Einheiten. Zwischen den Höfen soll eine „grüne Mitte“ entstehen.
Die Münchner Architekten „Lauber und Zottmann“ wollen auf dem Siemens-Areal eine „klassische Stadtstruktur“ schaffen. Klare, großzügige und offene Räume, die dennoch eine Trennung von öffentlichem und privatem Leben zulassen, etwa durch eine Erhöhung der privaten Innenhöfe.
Lauber + Zottmann Architekten 5 Die Münchner Architekten „Lauber und Zottmann“ wollen auf dem Siemens-Areal eine „klassische Stadtstruktur“ schaffen. Klare, großzügige und offene Räume, die dennoch eine Trennung von öffentlichem und privatem Leben zulassen, etwa durch eine Erhöhung der privaten Innenhöfe.
Der Entwurf von „raumwerk“ aus Frankfurt arbeitet mit einer klassischen Anordnung in Blöcken, da diese eine gute Balance zwischen Austausch und Rückzug schaffe. So sollen überschaubare Nachbarschaften im Viertel geschaffen werden. Die neuen Gebäude werden nicht mehr als fünf Stockwerke haben.
raumwerk 5 Der Entwurf von „raumwerk“ aus Frankfurt arbeitet mit einer klassischen Anordnung in Blöcken, da diese eine gute Balance zwischen Austausch und Rückzug schaffe. So sollen überschaubare Nachbarschaften im Viertel geschaffen werden. Die neuen Gebäude werden nicht mehr als fünf Stockwerke haben.
Der Entwurf von "Blaumoser Architekten" aus Starnberg und den Landschaftsarchitekten Zaharias: Der Entwurf setzt auf eine kompakte Quartiersmitte, deren Wege vor allem auf Fußgänger und Radler ausgelegt sind, der Autoverkehr soll schon vor dem Viertel abgefangen werden. Frei nach dem Motto "Harte Schale, weicher Kern".
Blaumoser Architekten 5 Der Entwurf von "Blaumoser Architekten" aus Starnberg und den Landschaftsarchitekten Zaharias: Der Entwurf setzt auf eine kompakte Quartiersmitte, deren Wege vor allem auf Fußgänger und Radler ausgelegt sind, der Autoverkehr soll schon vor dem Viertel abgefangen werden. Frei nach dem Motto "Harte Schale, weicher Kern".
Mit dem Büro "Rapp + Rapp" sind auch niederländische Architekten in der Preisgruppe. Ihr Entwurf orientierte sich an den ersten Zeichnungen, die Theodor Fischer für das Gelände anfertigte. Geplant ein langgezogenes Gebäude, dessen Grundhöhe bei vier Geschossen liegt. Sogenannte "Hochpunkte" sind aber deutlich höher geplant und sollen aber deutlich mehr Geschosse haben und so einen Kontrast zum Hochhaus bilden.
Rapp+Rapp B.V. 5 Mit dem Büro "Rapp + Rapp" sind auch niederländische Architekten in der Preisgruppe. Ihr Entwurf orientierte sich an den ersten Zeichnungen, die Theodor Fischer für das Gelände anfertigte. Geplant ein langgezogenes Gebäude, dessen Grundhöhe bei vier Geschossen liegt. Sogenannte "Hochpunkte" sind aber deutlich höher geplant und sollen aber deutlich mehr Geschosse haben und so einen Kontrast zum Hochhaus bilden.

Obersendling - Eines haben alle Entwürfe gemein: In der Mitte überragt das alte Siemens-Hochhaus die umliegenden Gebäude. Wie die aber zukünftig aussehen sollen, dafür gibt es ganz unterschiedliche Ideen.

Nachdem Siemens sich in den vergangenen Jahren nach und nach von dem Gelände zwischen Baierbrunner Straße, Hofmannstraße und Siemensallee zurückgezogen hat, soll dort nun ein neues Wohnviertel entstehen. Bereits im vergangenen Jahr wurden die Anwohner rund um den geplanten „Campus Süd“ aufgefordert ihre Vorschläge einzubringen. Jetzt können sie sich die Wettbewerbsbeiträge auf dem Areal ansehen.

22 Vorschläge wurden bei dem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb eingereicht, den die neuen Besitzer des ehemaligen Siemens-Geländes, die Augsburger Patrizia Immobilien AG und das Hubert Haupt Immobilienmanagement, gemeinsam mit der Stadt ausgelobt hatten.

Ein Preisgericht, bestehend unter anderem aus Mitgliedern des zuständigen BAs, Stadträten und Vertretern der Eigentümer, wählte nun die fünf besten Entwürfe aus.

Die Vorgaben waren streng: Wohnungen, Grünflächen aber auch Gewerbeflächen mussten in die Planungen für das gut elf Hektar große Gelände einbezogen werden. Insgesamt sollen rund 1300 neue Wohnungen entstehen, davon knapp 300 im Hochhaus. Damit aber nicht nur Wohnraum entsteht, sondern ein richtiges Viertel, setzten die Architekten und Landschaftsplaner vor allem auf die Gestaltung der öffentlichen Räume – Parks, Innenhöfe und Plätze als Treffpunkte für die zukünftigen Bewohner.

Zum Abschluss der Ausstellung können die Bürger erneut Anregungen geben, die – zusammen mit den Hinweisen der Jury – in die Überarbeitung der Entwürfe einfließen sollen. Stadtrat Michael Kuffer (CSU) mahnte die Jury, die Wünsche der Bürger auch tatsächlich ernstzunehmen. Nicht bei allen ausgewählten Beiträgen sei das der Fall gewesen, kritisierte er.

Aus den überarbeiteten Entwürfen wird dann ein Sieger gekürt, auf dessen Grundlage der endgültige Bebauungsplan erstellt wird.

Die Ausstellung ist noch bis 2. März zu sehen: Mo. bis Fr. 15-19 Uhr, Sa. und So. 10 bis 17 Uhr. Hofmannstraße 63 (Zufahrt über Siemensallee).

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