Sie alle müssen raus aus der Schranne

Noch vor Ostern müssen alle Händler ihren Platz räumen. Viele von ihnen haben aber noch keinen neuen Standort.
| Daniel von Loeper
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Khosrow Barzinpour von „Bazis Lederhosnsemmel“: „Ich muss gut gelaunt sein, obwohl mir gar nicht danach zumute ist. Gegenüber den Gästen gilt es, engagiert aufzutreten. Ich bin Erfinder und Patentinhaber der ,Bazis Lederhosnsemmel’ und habe mich an sich ganz gut mit meinem Stand in der Schranne arrangiert. Jetzt bin ich auf Ladensuche.
Dafür muss man einen Haufen Geld investieren. Ich habe einen Kredit aufgenommen, um den Sommer zu schaffen. Ich habe keinen Plan, wie es weitergeht. Ich kann die Stammkunden nicht mitnehmen, weil ich noch keine neue Perspektive habe. Es ist alles umsonst. 16 Monate war ich in der Schranne. In meinem Alter von 55 Jahren ist es schwierig, eine gute Lösung für mich zu finden.“
Daniel von Loeper 3 Khosrow Barzinpour von „Bazis Lederhosnsemmel“: „Ich muss gut gelaunt sein, obwohl mir gar nicht danach zumute ist. Gegenüber den Gästen gilt es, engagiert aufzutreten. Ich bin Erfinder und Patentinhaber der ,Bazis Lederhosnsemmel’ und habe mich an sich ganz gut mit meinem Stand in der Schranne arrangiert. Jetzt bin ich auf Ladensuche. Dafür muss man einen Haufen Geld investieren. Ich habe einen Kredit aufgenommen, um den Sommer zu schaffen. Ich habe keinen Plan, wie es weitergeht. Ich kann die Stammkunden nicht mitnehmen, weil ich noch keine neue Perspektive habe. Es ist alles umsonst. 16 Monate war ich in der Schranne. In meinem Alter von 55 Jahren ist es schwierig, eine gute Lösung für mich zu finden.“
Ercan Türk (29) mit seiner Mutter Rükiye (55) vom Pizza-Standl: „Wir haben letztes Jahr hier aufgemacht und mit unseren Stammkunden gut Fuß gefasst. Kurz vor Weihnachten haben wir erfahren, dass wir rausmüssen. Seitdem herrscht bei vielen Existenzangst. Ich verstehe nicht, warum der Bürgermeister nicht eingreift. Mehrere Leute verlieren ihre Arbeit in der Schrannenhalle. Es ist schwer, etwas Neues für uns zu finden. Ich bin wütend und traurig zugleich.“
Daniel von Loeper 3 Ercan Türk (29) mit seiner Mutter Rükiye (55) vom Pizza-Standl: „Wir haben letztes Jahr hier aufgemacht und mit unseren Stammkunden gut Fuß gefasst. Kurz vor Weihnachten haben wir erfahren, dass wir rausmüssen. Seitdem herrscht bei vielen Existenzangst. Ich verstehe nicht, warum der Bürgermeister nicht eingreift. Mehrere Leute verlieren ihre Arbeit in der Schrannenhalle. Es ist schwer, etwas Neues für uns zu finden. Ich bin wütend und traurig zugleich.“
Kytaro-Kellner Thymio Eleftheriadis (50): „Für uns war die Schrannenhalle ja ohnehin nur als Übergang vorgesehen. Ein Abschied ist natürlich dennoch immer ein bisschen schade und mit etwas Wehmut verbunden.“
Daniel von Loeper 3 Kytaro-Kellner Thymio Eleftheriadis (50): „Für uns war die Schrannenhalle ja ohnehin nur als Übergang vorgesehen. Ein Abschied ist natürlich dennoch immer ein bisschen schade und mit etwas Wehmut verbunden.“

Altstadt - Aus is – und zwar bald. Der Auszug der Händler aus der Schrannenhalle beginnt. Weil in wenigen Monaten die Feinkost-Kette „Eataly“ einziehen soll, müssen bis Ende März alle jetzigen Händler raus. Einige, wie etwa Käfer und Butler’s, haben nur noch bis Samstag offen. Die Stimmung ist schlecht – viele sind traurig, einige haben Angst. Die AZ hat sich bei den Händlern umgehört. Mehr dazu in der Bilderstrecke.

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