Schubert für Musikfreunde

Zu Lebzeiten veranstaltete Schubert Konzerte für seine Freunde, die Schubertiaden. Einen solchen Konzertabend gibt es am 19.2 in den Wohn- und Werkstätten für Blinde und Sehbehinderte.
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Am Mittwoch, 19. Februar, um 19.30 Uhr veranstalten die Südbayerischen Wohn- und Werkstätten für Blinde und Sehbehinderte am Roßtalerweg 2 eine Schubertiade.
dpa Am Mittwoch, 19. Februar, um 19.30 Uhr veranstalten die Südbayerischen Wohn- und Werkstätten für Blinde und Sehbehinderte am Roßtalerweg 2 eine Schubertiade.

Giesing - Schubertiaden nannte man schon zu Lebzeiten des Komponisten die Aufführungen seiner Werke, die sein Freundeskreis vorwiegend in privatem Kreis veranstaltete. Auf die Förderung seiner Freunde, darunter Joseph von Spaun, Franz von Schober, Johann Mayrhofer, Johann Michael Vogl und die Brüder Kupelwieser, war Schubert ja in besonderem Maße angewiesen, nachdem er die Tätigkeit als Schulgehilfe seines Vaters aufgegeben hatte und der kommerzielle Erfolg seiner Kompositionen lange Zeit auf sich warten ließ.

Am Anfang standen die vielbeachteten Hauskonzerte der Familie Sonnleithner im Gundelhof am Bauernmarkt (1. Wiener Gemeindebezirk). Eine erste dokumentarisch belegte Schubertiade im engeren Sinne fand im Haus der Familie von Schober am 26. Januar 1821 statt. Ab 1822 verwendete Schubert selbst diesen Begriff.

Leopold Kupelwieser, dem wir authentische zeitgenössische Portraits des Komponisten verdanken, schreibt an Schober: auch geb‘ ich mir zuweilen Schubertiaden. Bei diesen Konzerten, auch außerhalb Wiens, z. B. auf Schloss Atzenbrugg, wo Schobers Onkel Gutsverwalter war, spielte Schubert Klavier und u. a. der Bariton Vogl sang dessen Lieder. Literarische Lesungen und geistvolle Unterhaltungsspiele verliehen diesen Abenden den Charakter des sehr beliebten literarischmusikalischen Salons.

Am Mittwoch, 19. Februar, um 19.30 Uhr veranstalten die Südbayerischen Wohn- und Werkstätten für Blinde und Sehbehinderte am Roßtalerweg 2 eine Schubertiade. Elizabeth Hopkins am Flügel und Boris Kucharsky spielen Werke für Klavier und Violine des jung gestorbenen Komponisten und die in Schottland geborene Pianistin erläutert zusätzlich die einzelnen Stücke. Der Eintritt beträgt zehn Euro. Platzreservierungen, auch online unter www.sww-muenchen.de, nimmt der Anrufbeantworter unter 089/69346-212 entgegen.

 

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