Riesiger Siemens-Park kostet nur einen Euro

Der Siemens-Park, eine gigantische Sport- und Erholungsanlage, wird an die Stadt verkauft - für einen symbolischen Euro
| John Schneider
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Viel Platz für wenig geld: Der Hermann-von-Siemens-Sportpark soll für einen symbolischen Betrag an die Stadt gehen.
Google Maps Viel Platz für wenig geld: Der Hermann-von-Siemens-Sportpark soll für einen symbolischen Betrag an die Stadt gehen.

OBERSENDLING 13,6 Hektar in prima Lage im Münchner Südwesten werden wohl bald den Besitzer wechseln. Ein Millionen-Deal? Nein. Das Areal geht für einen Euro über den Tisch. Die Rede ist vom Obersendlinger Hermann-von-Siemens-Sportpark, der vor zwei Jahren seine Pforten für 2000 Freizeitsportler und 20 Vereine geschlossen hat.

Die Firma Siemens, die den Park vor einem halben Jahrhundert ihren sporttreibenden Betriebsangehörigen zur Verfügung gestellt hatte, soll angeboten haben, das Grundstück mit allen Sportstätten an die Stadt zu verkaufen. Für einen symbolischen Euro. Der Kommunalausschuss der Stadt hat dem Kauf gerade in nicht öffentlicher Sitzung zugestimmt. Jetzt liegt der Ball wieder im Feld des Konzerns. Er muss den Vertragsentwurf prüfen und zustimmen. „Wir warten auf den Anruf“, erklärt Kommunalreferent Axel Markwardt.

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Für Immobilienspekulationen eignet sich das Terrain jedenfalls nicht. Der Park liegt in einem Landschaftsschutzgebiet, die Sportanlagen sind im Flächennutzungsplan als „Gemeinbedarfsfläche Sport“ ausgewiesen. Das schützt ihn auch vor Bebauung. Für den Münchner Südwesten ist der Park mit seinem 300-Bäume-Wäldchen eine Art grüne Lunge. Der Siemens-Sportpark verfügt über Plätze für Fußball, Basketball, Volleyball und Tennis.

Wenn Siemens grünes Licht gibt, wäre zunächst der Sportausschuss am Drücker. Er muss den Bedarf der Freizeitsportler der Gegend feststellen und etwaige Umbaumaßnahmen an den bestehenden Anlagen anleiern.

Für die letzten Mohikaner im Park, die Spieler des Siemens-Tennis-Club, ist der kurz bevorstehende Verkauf jedenfalls eine sehr gute Nachricht. Ihnen war von Siemens bereits gekündigt worden. Jetzt können sie doch wieder hoffen, dass sie die Anlage auch 2014 nutzen können.

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