"Rettet die Wiese" - Protest für das grüne Paradies

Beim Ortstermin sichern Politiker ihre Unterstützung beim Kampf um eine Wiese in Obersendling zu.
| Annika Schall
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So bunt protestierten Anwohner gegen die Baupläne.
Petra Schramek So bunt protestierten Anwohner gegen die Baupläne.

Obersendling - Sie wollten deutlich zeigen, dass ihnen ihr Anliegen wichtig ist - und so versammelten sich dieser Tage über hundert Unterstützer der Initiative "Rettet die Wiese" auf ihrer Grünfläche in Obersendling. Denn auf der Wiese, die momentan von den Anwohnern als Spiel- und Sportplatz genutzt wird, plant die Stadt den Bau einer Kita - und das, obwohl es in unmittelbarerer Nachbarschaft bereits zwei Einrichtungen gibt (AZ berichtete).

Zu dem Ortstermin hatte die Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt der Wiese einsetzt, auch Politiker eingeladen. Grünen-Stadträtin Sabine Krieger versprach, sich beim zuständigen Bildungsreferat für alternative Standorte für die Kita einzusetzen. "Ich weiß, wie Stadtviertel sich verändern und wie wenig Grünflächen es noch gibt", sagte Krieger, "und wenn ich diese Fläche hier sehe, täte es mir schon weh, wenn sie bebaut würde."

Wiese in Obersendling: Stadtrat will kommende Woche entscheiden

Auch Vertreter des Bezirksausschusses (BA) waren vor Ort. Der BA hatte sich bereits in der Vergangenheit mehrheitlich gegen den Kita-Bau an der Leutstettner Straße ausgesprochen. Der Vorsitzende des Bezirksausschuss, Ludwig Weidinger, erklärte: "Der BA wurde von dem geplanten Pavillonbau ebenso überrascht wie die Anwohner." Er sagte auch, dem BA sei die Wiese eiegntlich als Ausgleichsfläche für die dichte Bebauung des ehemaligen E.ON Geländes zugesichert worden.

Der Stadtrat soll kommende Woche im Rahmen des fünften Pavillonbauprogramms über das Schicksal der Wiese abstimmen.

 

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