Rentnerin betrogen: Gold im Wert einer halben Million im Kochtopf übergeben

Die Schwabingerin fällt auf einen Trickbetrüger herein, der sich als Polizist ausgibt.
Ralph Hub
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Als die Frau den Betrug bemerkt, ist es bereits zu spät. (Symbolbild)
Als die Frau den Betrug bemerkt, ist es bereits zu spät. (Symbolbild) © Roland Weihrauch/dpa

Die Betrugsmasche ist eigentlich uralt, funktioniert aber leider gelegentlich noch immer: Am Mittwochmittag meldete sich ein Mann telefonisch bei einer über 80 Jahre alten Rentnerin aus Schwabing. Er behauptete, in der Nachbarschaft sei vermehrt eingebrochen worden.

Geschickt horchte der falsche Polizist die Frau aus, ob sie Wertgegenstände in ihrer Wohnung habe. Die müsse man in Sicherheit bringen, um sie vor den Einbrechern zu schützen, behauptete der Anrufer.

Goldbarren im Gesamtwert von 500.000 Euro 

Der Trickbetrüger brachte die Seniorin dazu, mehrere Goldbarren im Gesamtwert von fast 500.000 Euro sowie rund 20.000 Euro in bar in einen Kochtopf zu packen. Den sollte die Schwabingerin vor ihre Wohnung stellen. Ein Kollege werde die Wertgegenstände an sich nehmen und in Sicherheit bringen, behauptete der falsche Polizist.

Als die Rentnerin misstrauisch wurde und nachsah, war der Topf mit dem Gold und dem Bargeld bereits verschwunden. Die Kripo ermittelt.

Weitere Seniorin betrogen

Bei einem weiteren Trickbetrug konnte die Polizei am Dienstag einen verdächtigen 21-Jährigen an der Schwanthalerhöhe festnehmen. Er soll geholfen haben, eine Seniorin um ihre Ersparnisse zu betrügen. Die 90-Jährige erhielt am 20. Mai einen Anruf von einem falschen Polizisten, der behauptete, der Neffe der Frau habe einen tödlichen Unfall gebaut, sie solle die Kaution bezahlen.

Als die Rentnerin später in der Nähe einer Bank einem jungen Mann 60.000 Euro übergab, sah eine Passantin zu. Sie befürchtete einen Betrug und schoss mit dem Handy Fotos von dem 21-Jährigen und dessen Auto. Zivilfahnder erkannten den Verdächtigen und das Kennzeichen seines Autos wieder. Das Geld ist weg.

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10 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • HanneloreH am 28.05.2026 19:29 Uhr / Bewertung:

    Ich frag mich manchmal, haben diese Personen keine Kinder Verwandte oder gute Freunde .
    Wie kann man nur so ……

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  • gubr am 29.05.2026 11:56 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von HanneloreH

    Senioren sind sehr oft stur und naiv. Die haben oft die Folgen der Weltkriege erlebt und haben seitdem großes Misstrauen den Banken gegenüber. Die Kinder werden sehr oft ihr Leben lang als die dummen Schulbuben oder das kleine dumme Mädchen betrachtet, gegenüber denen sie viel mehr Lebenserfahrung haben. Senioren, die sich von ihren Kindern nicht belehren lassen, gibt es mehr als Sie denken. Die fühlen sich in ihrer Ehre gekränkt. Selbstverständlich nicht alle, aber es gibt mehr als genug davon, die so ticken. Leider.

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  • Boandl_kramer am 29.05.2026 17:57 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von gubr

    Für diesen Typus prägten Banker und Finanzvertriebler den Begriff "AuD-Kunden". Was für "alt und doof" steht.

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