Rechte Hetze und linke Aufkleber in München: Polizei greift am Hauptbahnhof durch

Bei Einsätzen der Bundespolizei am Hauptbahnhof kommt es am Samstag zu Zwischenfällen. Eine Frau rastet verbal aus und eine Gruppe Jugendlicher mischt sich bei einer Kontrolle ein.
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Die Polizei hatte am Hauptbahnhof einiges zu tun. (Symbolbild)
Die Polizei hatte am Hauptbahnhof einiges zu tun. (Symbolbild) © Matthias Balk/dpa

Ludwigsvorstadt - Am Samstag muss die Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof zwei Mal eingreifen. Eine Frau schreit in der Bahnhofshalle eine volksverhetzende Parole und eine Gruppe Jugendlicher behindert die Kontrolle eines Schwarzfahrers. 

Nach Angaben der Bundespolizei fiel den Beamten gegen 19 Uhr eine 34-Jährige auf, die Reisende "aggressiv nach Zigaretten anbettelte". Daraufhin kontrollierte die Polizei die gebürtige Berlinerin. Die Frau verweigerte jedoch Angaben zu ihrer Person. Dann eskalierte die Situation. Als die 34-Jährige mit auf die Wache kommen sollte, habe sie laut "Judensau" gerufen, berichtet die Bundespolizei. Gegen die Berlinerin wurde deshalb wegen Volksverhetzung ermittelt und ihr ein Platzverweis erteilt.

Drei Stunden zuvor kam es bei einer weiteren Kontrolle zu einem Zwischenfall. Eine Streife der Bundespolizei kontrollierte einen Mann, der ohne Fahrschein in einer Regionalbahn von Mering nach München unterwegs war. 

Jugendliche behindern Polizeikontrolle am Hauptbahnhof

Die Kontrolle des 19-Jährigen sei dann von einer Gruppe weiterer Reisender gestört worden, meldet die Bundespolizei. Bis zu 25 Personen hätten bei der Überprüfung des jungen Schwarzfahrers gestört. Erst als Unterstützung gerufen wurde, habe sich die Gruppe verstreut. 

Nach Angaben der Polizei habe es sich bei den Störern um Personen aus dem linken Spektrum gehandelt. Sie sollen außerdem in einem Zug aus Augsburg, in dem sich auch der Schwarzfahrer befand, Aufkleber mit der Aufschrift "Jung Brutal Ausgebeutet" angebracht haben. 

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Bei einer Kontrolle der Jugendlichen am Hauptbahnhof wurden bei zwei jungen Männern ebendiese Aufkleber gefunden. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts der Sachbeschädigung ermittelt. 

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