Radfahrer erfasst Mann auf Fußgängerweg – zwei Schwerverletzte

Nach dem Zusammenstoß der beiden Verkehrsteilnehmer auf der Garmischer Straße muss die Abfahrt zum Mittleren Ring zeitweise gesperrt werden. Der Verkehr ist daher empfindlich gestört.
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Zum Zeitpunkt des Unfalls war der Passant laut Polizei bei Grünlicht über den Fußgängerweg gegangen. (Symbolbild)
Zum Zeitpunkt des Unfalls war der Passant laut Polizei bei Grünlicht über den Fußgängerweg gegangen. (Symbolbild) © imago images/Rene Traut

Auf einem Fußgängerweg der Garmischer Straße hat ein Radfahrer am Montag (18. Mai) einen Passanten erfasst. Beide Männer mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. 

Radfahrer erfasst Passanten – Ampel zeigt für kreuzenden Fußgängerverkehr Grün

Ein 54-jähriger Münchner sei gegen 18.30 Uhr mit seinem Fahrrad auf dem rechten Radweg der Garmischer Straße von der Hansastraße kommend in Richtung Ridlerstraße unterwegs gewesen und dann "verbotswidrig nach links in die Fußgängerfurt" eingefahren, um die Garmischer Straße zu überqueren, berichtete die Polizei.

Zur selben Zeit überquerte ein 58-jähriger, ebenfalls mit Wohnsitz in München, als Fußgänger die Garmischer Straße in entgegengesetzter Richtung. "An der Kreuzung zur Ridlerstraße zeigte die südliche Ampel für den kreuzenden Fußgängerverkehr Grünlicht", so die Polizei.

Abfahrt zum Mittleren Ring zeitweise komplett gesperrt

Im Kreuzungsbereich sei es dann zum Zusammenstoß der beiden Verkehrsteilnehmer gekommen – sie stürzten zu Boden und wurden schwer verletzt vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht. Während der Unfallaufnahme kam es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen, da die Abfahrt vom Mittleren Ring in Richtung Ridlerstraße zeitweise komplett gesperrt werden musste.

"Der 54-jährige Radfahrer trug zum Unfallzeitpunkt keinen Fahrradhelm", betonte die Polizei und wies zum wiederholten Mal darauf hin, dass durch das Tragen von Fahrradhelmen Kopfverletzungen oft vermieden oder zumindest das Ausmaß der Verletzungen verringert werden könnte. Obwohl das Tragen von Fahrradhelmen gesetzlich nicht vorgeschrieben sei, empfiehlt man "grundsätzlich allen Fahrradfahrenden, entsprechende Helme zu tragen".


Zeugenaufruf: Sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang nimmt das Unfallkommando (Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Telefon 089/6216-3322) entgegen. 

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84 Kommentare
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  • huraxdax am 20.05.2026 07:11 Uhr / Bewertung:

    Auch wenn ich mir jetzt den Ärger und zig Kommentare der hier ständig tätigen Fahrrad-Aktivisten einhandele:
    Es war nur eine Frage der Zeit, bis mal was schlimmes passiert.
    Ich wohne selbst auf der Schwanthalerhöhe und bin da täglich zu Fuß oder Rad zur Arbeit unterwegs - dieses Verhalten der Radfahrer ist ständig zu beobachten, und das liegt nicht an schlechten Radwegen! Sondern daran, dass keiner mehr die Geduld hat an Ampeln warten zu müssen (ja, das trifft nicht nur Autofahrer!) oder an Regeln zu halten.
    Rotlichtverstöße, quer über die Kreuzung, überholen eines Radlers auf dem Fußgängerweg usw., das ist an der Tagesordnung.
    Dass dieses Verhalten nicht bzw. kaum geahndet werden kann liegt nicht nur an fehlender Präsenz der Ordnungskräfte (die haben auch anderes zu tun), sondern auch an der flexiblen Mobilität dieser Rambos, die in null komma nix um die Ecken verschwinden.
    Gute Besserung an die beiden Beteiligten...

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  • Wickie712 am 20.05.2026 10:33 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von huraxdax

    ich stimme den Ausführungen als Radfahrer zu. Ich finde das Verhalten auch zum ko..z.n.
    Und die Geisterradler, egal ob mit oder ohne Kind, sind ein grauen.

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  • tutwaszursache am 20.05.2026 12:41 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von huraxdax

    Ich stimme Ihnen absolut darin zu, dass sich viele Radfahrer nicht an Regeln halten. (Genau wie auch viele Fußgänger, Autofahrer etc. dies tun, aber das nur am Rande.)

    Nicht zustimmen tue ich Ihnen allerdings in Bezug auf die "fehlende Ahndung" dieser Vergehen. Da sehe ich keinerlei Unterschied zur (nahezu nicht vorhandenen) Ahndung der Vergehen anderer Verkehrsteilnehmer. Und das liegt meiner Meinung nach ausschließlich an mangelnden Kontrollen.

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