Polizei nimmt antisemitischen Pöbler vor Münchner Synagoge fest

Erneut werden Juden in München antisemitisch bepöbelt. Diesmal ist die Polizei in der Nähe und kann den Täter direkt stellen. 
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Die Ohel-Jakob-Synagoge am St.-Jakobs-Platz.
Stephan Jansen/dpa Die Ohel-Jakob-Synagoge am St.-Jakobs-Platz.

Altstadt – Am Samstag sind laut Polizei zwei Münchner am St.-Jakobs-Platz von einem Antisemiten beschimpft und angeschrien worden. 

Der 13- und der 22-Jährige waren am Vormittag auf dem Weg zur Synagoge, als sie der 67-jährige Pöbler unvermittelt mit den Worten "Scheiß Volk! Scheiß Religion!" und "Ihr seid scheiße!" anschrie. Das tat er offenbar so laut, dass zivile Polizeibeamte in der Nähe dies mitbekamen und ihn vorläufig festnahmen. 

Es stellte sich heraus, dass der Mann bereits zuvor an der Synagoge gegenüber Sicherheitsmitarbeitern ausfällig geworden war. Auch ihnen soll er "Scheiß Religion!" entgegengerufen haben. 

Antisemitische Straftaten in München nehmen zu

Der Wohnsitzlose wird im Laufe des Sonntags einem Haftrichter vorgeführt, der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. 

In der Vergangenheit kam es vermehrt zu antisemitischen Taten in München. Sie reichten von Davidstern-Schmierereien über Beleidigungen in öffentlichen Verkehrsmitteln bis hin zu einer Spuck-Attacke. Im Jahr 2018 wurden in München 86 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund angezeigt. Im Jahr davor waren es 51 Fälle.

Lesen Sie hier: Nach Halle-Anschlag - Wie es um die Sicherheit der Münchner Synagoge steht

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