Polizei durch Kinderaugen

Die Polizeiinspektion in der Treffauerstraße soll schöner werden. Zur Gestaltungshilfe zieht der Polizeirat Kinder aus dem Viertel heran.
| Linda Jessen
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Gespräche mit den Beamten auf Augenhöhe.
Polizei 2 Gespräche mit den Beamten auf Augenhöhe.
Die Plakate hängen im Eingangsbereich.
Polizei 2 Die Plakate hängen im Eingangsbereich.

Sendling - Gut, dass vor der Polizeiinspektion 15 (PI 15)ein Taferl mit der Aufschrift „Polizei“ steht. Weil sonst tät man sich recht schwer zu erkennen, welches der weißverputzen Gebäude an der Treffauerstraße die Dienststelle beherbergt.

Der neue Dienststellenleiter Polizeirat Christian Wittstadt, will seine etwas farblose Polizei jetzt freundlicher und einladender gestalten. Und dabei sollen die kleinsten Sendlinger mithelfen. Bei den Überlegungen, wie man die Dienststelle offener und einladender gestalten könnte, kam bei den beamten die Idee auf, die Zwergerl im Zuständigkeitsbereich zu fragen, wie sie sich ihre Polizei vorstellen. Der erste Kontakt zum Kindergarten Roter-Turm-Platz war fix hergestellt. 14 Kinder bastelten ein Plakat, auf dem sie zeigen, wie die Polizei duch Kinderaugen aussieht.

Für den Einsatz wurden die Kinder mit einem spannenden Besuch in der PI belohnt. Dort haben mit den Beamten über ihre Vorstellungen gesprochen – so ist auf einer Zeichnung als Plädoyer für die strikte räumliche Trennung von „Banditen“ und den „Guten“ zu erkennen. Besonders wichtig für den Polizeialltag scheinen aus Sicht der Kinder rote Ampeln zu sein. Handschellen und Polizeiauto dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Weil’s so gut lief, soll die Aktion längerfristig laufen. So werden nacheinander auch die anderen Kindergärten im Sprengel zur Gestaltung eingeladen. Die Plakate der Roter-Turm-Platz-Kinder hängen neben der Eingangstür.

Das Dienstgebäude hat die Polizei 1984 bezogen. In den vielen Jahren hat es freilich schon einiges miterlebt – auch das ein oder andere verlorengegangene und wiedergefundene Kind haben die Beamten hier getröstet. Die mittlerweile 32 Dienstjahre sieht man dem Gebäude an. Eine Renovierung wird’s nicht geben, das Gebäude ist nur gemietet. Zumindest die Wände bekommen aber einen neuen Anstrich.

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