Politischer Anschlag? Brandstifter zündelt an Bahnkabeln

Ein Unbekannter hat einen Brandanschlag auf die Bahn verübt. Betroffen war die Strecke zwischen dem Ost- und dem alten Südbahnhof.
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Der Tatort: Wer hat hier gezündelt?
Mike Schmalz Der Tatort: Wer hat hier gezündelt?

Giesing - Der Täter hat in der Nacht auf Donnerstag in einem Kabelschacht in der Nähe der Teutoburger Straße am östlichen Isarufer an der Braunauer Eisenbahnbrücke Feuer gelegt.

Gegen 2:15 Uhr hat ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der DB einen Brand neben den Bahngleisen entdeckt. Dort verlaufen die Erdkabel in einem betonierten Schacht. Die Feuerwehr löschte den Brand. Auf einer Länge von etwa zwei Metern waren die Kabel verschmort. Dadurch konnten die Signale nicht mehr elektronisch gesteuert werden, sondern mussten manuell bedient werden. Techniker der Bahn begannen den Schaden zu beheben. Die Reparatur dauerte allerdings Stunden.

Politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen

Das Kommissariat K13, zuständig für Brandstiftung, hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Fahnder schließen einen technischen Defekt aus. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Ein politischer Hintergrund wird nicht ausgeschlossen.

Im Umfeld des G-20-Gipfels in Hamburg kam es im Sommer im gesamten Bundesgebiet zu zahlreichen Anschlägen auf Bahnstrecken. In Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen brannten an mindestens 14 verschiedenen Orten Kabelschächte. Betroffen waren bei den Anschlägen bisher vor allem wichtige Bahnverbindungen zwischen Großstädten wie Berlin-Hamburg, Berlin-Hannover, oder die Verbindung nach Dresden. Die Schäden an den Kabeln sorgten für große Probleme im Zugverkehr. Auf manchen Strecken hatten die Züge über mehrere Tage hinweg Verspätung. Linksextremisten hatten bereits vor dem Gipfel im Juli Brandanschläge auf die Bahn im Internet angekündigt.

Ob ein Zusammenhang zwischen den Brandanschlägen in Ost- und Norddeutschland mit dem jüngsten in München gelegten Brand in Verbindung steht, ist derzeit noch unklar. Auch in München und dem Umland war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Beeinträchtigungen durch mutwillige Beschädigung von Bahnanlagen gekommen. 


Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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