Perlach Plaza: Hier wächst ein kleines neues Viertel

Gegenüber vom Pep wächst ein kleines neues Viertel. Die AZ erklärt das Konzept – mit Geschäften, Hotel und vielen neuen Mietwohnungen.
| Gaby Mühlthaler
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Noch ist der Platz eine der größten Baustellen der Stadt – wie auf dem Foto von gestern zu sehen ist.
Sigi Müller 3 Noch ist der Platz eine der größten Baustellen der Stadt – wie auf dem Foto von gestern zu sehen ist.
So soll der Komplex von außen aussehen.
Concrete Capital 3 So soll der Komplex von außen aussehen.
Grün: So werden die Innenhöfe gestaltet.
Concrete Capital 3 Grün: So werden die Innenhöfe gestaltet.

Perlach - Es wird gebaut am Hanns-Seidel-Platz. Die riesige Baugrube gegenüber dem Pep soll bis 2022 zur attraktiven Quartiersmitte von Neuperlach werden. Rund 30.000 Quadratmeter Geschossfläche errichtet hier der Projektentwickler Concrete Capital gemeinsam mit der BHB-Unternehmensgruppe.

Perlach Plaza heißt dieser Baustein des künftigen "Kulturquadrats", mit dessen kulturellem Zentrum die Stadt nicht so recht vorankommt. Über 50 Jahre nach der Grundsteinlegung für die Trabantenstadt diskutiert der Stadtrat noch immer über Ausgestaltung, Architektur und Nutzungsmix für das beschlossene Kulturhaus in Neuperlachs Mitte.

Perlach Plaza: In rund zwei Jahren können Mieter einziehen

Ungeachtet dessen wächst mit dem Perlach Plaza ein attraktives Quartierzentrum mit Mietwohnungsbau und Nahversorgung. In vier miteinander verbundenen Gebäuden können Mieter in rund zwei Jahren in 111 Wohnungen mit einem bis vier Zimmern und Flächen von 30 bis 130 Quadratmetern einziehen.

"Baukultur und Münchner Lebensgefühl auch außerhalb der Innenstadt" sei ihm wichtig, so drückt das Concrete-Capital-Geschäftsführer Peter Fritsche aus.

So soll der Komplex von außen aussehen.
So soll der Komplex von außen aussehen. © Concrete Capital

13.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche

Dafür habe man Akzente gesetzt wie "die charakteristischen Rundbögen mit darunterliegenden Arkaden" am Ensemble der vier Baukörper. Die überdachten Flanierbereiche à la Hofgarten hat sich das Wiener Büro "Alles wird gut Architekten" ausgedacht. Die "dezentrale Stadt" ist der Ansatz, mit dem für Perlach Plaza geworben wird. Rund 13.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche soll es geben, von der 70 Prozent bereits vermietet ist – man soll nicht mehr in die Innenstadt fahren müssen.

Einziehen werden Lidl und der Lebensmittelhändler Tegut, der in Bayern noch wenig bekannt ist. Auch die Stadtsparkasse München hat zugegriffen und wird laut Fritsche zwei ihrer Filialen im Perlach Plaza zusammenlegen.

Reisende mit gehobenem Anspruch finden Unterkunft in den 170 Zimmern des Hotels Ibis Styles, zudem zieht ein Fitnessstudio ein. Damit die neuen Bewohner nicht durch das Treiben in der "Fußgängerzone" gestört werden, liegen die Eingangsbereiche der Wohnungen auf einer höheren, begrünten Zwischenebene. Direkt nebenan werden 104 Studenten-Appartements gebaut.

Grün: So werden die Innenhöfe gestaltet.
Grün: So werden die Innenhöfe gestaltet. © Concrete Capital

"Ein Zentrum der kurzen Wege"

Ein direkter Zugang zu Bushalt und U-Bahn gehört ebenso zum Mobilitätskonzept des Quartiers, wie 450 Parkplätze in der Tiefgarage, davon 50 mit E-Ladestation. 640 dezentrale Radl-Stellplätze sind geplant, dazu Car-Sharing, E-Bike- und Lastenradverleih.

Das nur sechs Meter unter der Oberfläche stehende Grundwasser will Projektentwickler Fritsche für den Wärmeaustausch nutzen. Dachgärten und grüne Innenhöfe runden die Siedlung ab. "Das Projekt ist von der Leitidee getragen, ein Zentrum der kurzen Wege zu schaffen", so Peter Fritsche. Das Perlach Plaza ist sein erstes Objekt.

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