Neuer Streit ums Grundstück der Griechischen Schule: "Vollkommen irrwitzige" Planung

Die Stadt will für griechische Schüler Räume bauen. Die CSU kritisiert das scharf.
| G. Mühlthaler
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Der Rohbau der Griechischen Schule in Berg am Laim. Mittlerweile ist sie abgerissen. (Archivbild)
Der Rohbau der Griechischen Schule in Berg am Laim. Mittlerweile ist sie abgerissen. (Archivbild) © gm

Berg am Laim - Was das Schulreferat für das Grundstück in Berg am Laim plant, auf dem noch vor kurzem die Bauruine der Griechischen Schule stand, stößt der CSU im Stadtteil auf. Sie fordert das Projekt zu stoppen und "in einer schul- und finanzpolitisch vertretbaren Form neu zu planen".

Vorgesehen ist, hier Räume für rund 500 Schüler privater griechischer Schulen und eine Erweiterung des benachbarten Michaeli-Gymnasiums zu errichten. "Laut Stadtschulrat Florian Kraus (Grüne) soll das Projekt fortgeführt und 2029 fertiggestellt werden", schreibt der CSU-Ortsvorsitzende und Stadtrat Fabian Ewald.

Das Grundstück ist seit Jahren ein Streitfall

Das heißt, erst 28 Jahre nach dem erstmaligen Verkauf der Fläche an die Republik Griechenland, der 2019 nach einer massiven rechtlichen und politischen Auseinandersetzung rückabgewickelt wurde, werden Schüler dort einziehen. Ein Haus für Kinder, das sich der Berg am Laimer Bezirksausschuss dringend gewünscht hatte, sei laut Stadtschulrat Kraus nicht mehr unterzubringen.

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Freie Flächen für Kinder- und Bildungseinrichtungen sind knapp in Berg am Laim, ebenso die städtischen Finanzen. "Die CSU Berg am Laim fordert, das Projekt in dieser Form zu stoppen", so Ewald. Die Stadt müsse derzeit wegen knapper Finanzen an der eigenen Daseinsvorsorge sparen und die Flächen für notwendige Sozialinfrastruktur im Stadtteil reichten nicht mehr aus.

Die CSU findet die Plände "irrwitzig"

Aus Sicht der örtlichen CSU wäre es daher "vollkommen irrwitzig, für die Republik Griechenland aus Münchner Steuermitteln subventionierte Räume neu zu errichten".

Schulpolitisch sei eine Erweiterung des Michaeli-Gymnasiums mit bereits 1.500 Schülern nicht sinnvoll, ein neues Gymnasium mit anderer Ausrichtung sei dringend nötig. Dann bliebe auch Platz für das Haus für Kinder.

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