Neuer Büroturm "Atlas": Baustart für den Titanen

Aus dem Hochhaus mit der orangenen Kugel wird jetzt der gläserne Büroturm „Atlas“. Denn für die Investoren ist der Osten im Kommen.
| Linda Jessen
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Der Blick vom Dach bis hin zum Müllberg im Norden.
Linda Jessen 3 Der Blick vom Dach bis hin zum Müllberg im Norden.
Orientierungspunkt: die Kugel.
Linda Jessen 3 Orientierungspunkt: die Kugel.
Es tut sich was im Werksviertel.
Linda Jessen 3 Es tut sich was im Werksviertel.

Berg am Laim - Sogar wenn man direkt daneben steht, ist es kaum zu glauben, dass sie 13 Tonnen wiegt. Mit sieben Metern Durchmesser und aus leuchten orangenem Plexiglas gefertigt, ist die Kugel auf dem Bau, der noch wie ein Gerippe im Werksviertel steht, schon längst Orientierungspunkt im Südosten der Stammstrecke.

Sie bleibt. Den Rest des 14-stöckigen Betonturms baut die Immobilienfirma ArtInvest in den nächsten zweieinhalb Jahren um zum edlen Büroturm, inklusive Skylounge für die Mieter gleich unterhalb der Kugel. Benannt nach dem Titanen der griechischen Mythologie, der den Erdball auf den Schultern trug, wird das „Atlas“ rund 23 000 Quadratmeter Büroflächen haben.

Das Viertel ist im Kommen

Wer Ende 2018 dort einziehen wird, ist derzeit noch völlig offen. Geschäftsleiter Ferdinand Spies ist allerdings gelassen, die Flächen wird er sicher los. Zwar firmiert das Werksviertel für den Büromarkt noch als „Übriges Stadtgebiet“, doch Spies stellt eine gute Prognose für sein Unternehmen: „Die höchsten Mieten gibt’s derzeit im Arnulfpark.

Im Werksviertel könnten die Preise da aber bald herankommen, vielleicht können wir sie sogar übertreffen.“ Mit der anhaltenden Nachfrage nach großflächigen Büroräumen wird auch der Osten der Stadt zunehmend interessanter für Investoren wie die ArtInvest.

Fassade aus Glas

Das Projekt besteht im Wesentlichen aus zwei Baukörpern: dem im Umbau befindlichen Turm mit 14 Stockwerken und einem E-förmigen Plazabau daneben. Die dort entstehenden Innenhöfe sollen auch der Öffentlichkeit zugänglich sein, ebenso eine spanische Treppe und ein Café in einem Arkadenbogen zur Rosenheimer Straße hin.

Die abgeschrägten und mit Beton versiegelten Kanten des Hochhauses waren für Architekt Fabian Ochs eine Herausforderung: „Da mussten wir schon überlegen, was wir damit anstellen“, sagt er. Herausgekommen ist eine Lösung mit prismenförmigen Faltungen aus Dreiecken, die sich über je zwei Stockwerke ziehen.

Lesen Sie hier: Wiesn-Ruheorte: Hier kann man in München entspannen

Die gesamte Fassade wird aus Glas bestehen, auch die Elemente zwischen den Bürofenstern mit Blick über die Stadt oder zu den Alpen hin. Um das „Atlas“ herum entstehen außerdem Fahrradständer, eine Tiefgarage mit 240 Stellplätzen und Ladestationen für Elektroautos.

Der neue Büroturm wird sowohl zur Rosenheimer Straße als auch zur Medienstraße in Richtung Pfanni-Gelände erschlossen. Als direkter Nachbar entsteht derzeit – ebenfalls mit Büros – das High Rise, vom Dach aus fällt zudem der Blick auf das Schotterfeld, wo künftig die neue Konzerthalle steht. Direkt neben der Kletterhalle, deren Gebäude auch noch wachsen wird. Es tut sich was im Werksviertel.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren