Neue Pläne: So soll Trudering einzigartig gemacht werden

Auf einer Versammlung diskutieren die Nachbarn Entwürfe für die Gestaltung. Klar ist: Der Verkehr durch Trudering hindurch soll ausgebremst werden.
| Gaby Mühlthaler
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Szenerie mit Brunnen: So können sich die Planer von Studio Vulkan den Knotenpunkt Truderinger Straße/Schmuckerweg/Max-Rothschildstraße vorstellen.
Studio Vulkan Szenerie mit Brunnen: So können sich die Planer von Studio Vulkan den Knotenpunkt Truderinger Straße/Schmuckerweg/Max-Rothschildstraße vorstellen.

Trudering - Den Truderingern gefallen die Pläne für den Ortskern, die drei Landschaftsarchitekten bei der Einwohnerversammlung am Dienstagabend präsentierten. Das ehemalige Straßendorf entlang der Truderinger Straße hat inzwischen nichts mehr von der ehemaligen Beschaulichkeit. Und: Der Handlungsbedarf ist offenbar groß.

Mehr als 15.000 Autos pro Tag wurden gezählt, mehr als die Hälfte davon fahren nur durch. Die sollen aus dem Ortskern verbannt werden – daran arbeiten im Rahmen des "Aktive-Zentren-Programms" Experten seit einigen Jahren. Für das vom Stadtrat beschlossene "Stadtsanierungsgebiet" gibt es Fördergelder des Freistaats.

Trudering: So soll der Verkehr gezähmt werden

Als Ziele hat der Stadtrat festgelegt: Identität schaffen, Durchgangsverkehr minimieren, für mehr Aufenthaltsqualität und Grün sorgen. Der Knackpunkt bei der Sache ist ganz offensichtlich der West-Ost-Verkehr, für den die Truderinger Straße so unattraktiv wie möglich werden soll.

"Es wird nur noch zwei Fahrbahnen geben und keine Abbiegespuren mehr am Knoten Schmuckerweg, dafür viel breitere Gehwege", sagt Florian Hochstetter vom Baureferat.

Hält ein Bus der drei passierenden Linien, müssen Autos warten. Man hofft, Autofahrer, die nichts im Ortskern zu tun haben, biegen schon an der Bajuwarenstraße auf die B304 ab. Mehr Verkehr wird es so künftig wohl auch für die Berg-am-Laim-Straße, Baumkirchner- und Sankt-Veit-Straße geben.

Architekten wollen Trudering einzigartig machen

Die Landschaftsplaner bbz Berlin, Studio Vulkan München und Terrabiota Starnberg präsentierten ihre jeweiligen Ideen für ein attraktives Zentrum. Viele Komponenten fanden sich bei den Vorschlägen aller Büros, etwa fast niveaugleiche Geh- und Fahrbahnen, Bereiche mit Bänken und Grün, verschiedene Beläge sowie ein Brunnen.

Unter dem Motto "ein Straßenstück schaffen, das es nur in Trudering gibt" griffen die Planer von Studio Vulkan die Situierung der Häuser auf, "im Norden mit Giebel und im Süden mit Längsseite zur Straße", während Terrabiota die dörfliche Struktur erkennbar machen möchte. Den Truderingern, die stark am Funktionieren des Verkehrskonzepts zweifeln, gefiel der Vulkan-Vorschlag am besten. Nun wird eine Jury entscheiden, welche Planer den Zuschlag bekommen.

2019 soll der Stadtrat das Konzept absegnen, 2020 könnten laut Hochstetter die Baumaschinen anrollen.

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