Nach Messerdrohung in München: Opfer trifft Verdächtigen ausgerechnet bei der Polizei

Ein 29-Jähriger wird in München mit einem Messer bedroht und bestohlen. Er kann flüchten, doch der Täter bleibt unerkannt – bis der Mann den Vorfall der Polizei melden will.
von  AZ/dpa
Opfer und mutmaßlicher Täter trafen einander ausgerechnet in einer Polizeiinspektion wieder. (Symbolbild)
Opfer und mutmaßlicher Täter trafen einander ausgerechnet in einer Polizeiinspektion wieder. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa

Ein 29-Jähriger hat einen mutmaßlichen Räuber nach der Tat im Dienstgebäude der Polizeiinspektion 22 in Bogenhausen wieder getroffen. Der Mann habe dort Anzeige wegen des Raubes erstatten wollen, teilten die Beamten mit.

15-Jähriger will eigentlich einen Diebstahl melden

Doch im Dienstgebäude habe er den mutmaßlichen Täter erkannt, der ihn tags zuvor mit einem Messer bedroht und Wertgegenstände gefordert hatte. Der 15-Jährige, der dort eigentlich einen Diebstahl melden wollte, sei festgenommen worden.

Der Jugendliche soll den 29-Jährigen am Sonntagabend in München bedroht und dann gefordert haben, zu einem Geldautomaten zu gehen, um dort Bargeld abzuheben. Dazu seien beide mit einem Bus gefahren, nach dem Aussteigen habe der 29-Jährige aber flüchten können. Auch der Täter entkam zunächst unerkannt, eine Suche der Polizei blieb erfolglos.

Ermittlungen wegen Verdachts auf schweren Raub laufen

Nach der Festnahme am nächsten Tag durchsuchten Polizisten die Wohnung der Eltern des 15-Jährigen und stellten Beweismittel sicher. Der Jugendliche wurde später wieder auf freien Fuß gesetzt und seinen Eltern anvertraut – gegen ihn wird aber weiter wegen Verdachts auf schweren Raub ermittelt.

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