Münchner Polizei fast drei Radldiebe und stellt zehn teure Räder sicher  

Einer der Verdächtigen brachte aus Leichtsinn die Polizei selbst auf die Spur des Trios. Er radelte auf einem gestohlenen Fahrrad an einer Polizeistreife vorbei, während er telefonierte. 
von  Ralph Hub
Schwabinger Polizisten der PI 13 sind bei einer Kontrolle einer organisierten Diebesbande auf die Spur gekommen. (Symbolbild)
Schwabinger Polizisten der PI 13 sind bei einer Kontrolle einer organisierten Diebesbande auf die Spur gekommen. (Symbolbild) © Patrick Pleul

Es gehört zu den großen Sünden im Straßenverkehr: auf dem Rad während der Fahrt mit dem Handy telefonieren! Genau diesen Fehler beging ein 23-jähriger Serbe am Sonntagabend in Schwabing. Eine Polizeistreife der PI 13 fiel der Radler kurz vor 21 Uhr in der Belgradstraße auf. Die Beamten stoppten den 23-Jährigen und kontrollierten ihn.

Verdächtiger gerät ins Stottern

Als die Polizisten fragten, ob das Rad ihm gehöre, geriet der Mann in Erklärungsnot. In seinem Rucksack fanden die Polizisten zudem einen Seitenschneider, ein Werkzeug, um Fahrradschlösser zu knacken.

Der Verdächtige wurde festgenommen. Die Beamten fanden heraus, dass in einem Versteck im Bereich Ingolstädter Straße und Frankfurter Ring weitere gestohlene Räder deponiert waren. Als zwei weitere Männer (38 und 22) vorbeikamen, wurden auch diese beiden Serben festgenommen. In einem abgestellten Lieferwagen fanden Polizisten später weitere gestohlene Räder.

Organisierter Bandendiebstahl

Insgesamt soll das Trio mindestens zehn Räder im Gesamtwert von über 10.000 Euro in München gestohlen haben. Bei drei Rädern sind die Besitzer bekannt.

Die drei mutmaßlichen Radldiebe werden dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der entscheidet, ob die Verdächtigen in Untersuchungshaft kommen. Da keiner der Männer in Deutschland einen festen Wohnsitz hat und damit Fluchtgefahr besteht, ist davon auszugehen, dass das Trio in U-Haft muss.

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