Münchner Fitnessstudio kassiert Hunderte Euro - und ist plötzlich insolvent

Hunderte Kunden eines Fitnessstudios schauen in die Röhre: Erst zahlen sie den Mitgliedsbeitrag für's nächste Jahr im voraus - kurz darauf ist der Sportclub insolvent.
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Hanteltraining im Fitnessstudio: In dem Sportclub in Neuhausen ist dies seit Kurzem nicht mehr möglich. (Symbolbild)
dpa Hanteltraining im Fitnessstudio: In dem Sportclub in Neuhausen ist dies seit Kurzem nicht mehr möglich. (Symbolbild)

Neuhausen - Rund 1000 Kundinnen hatte das Frauen-Fitnessstudio "Balance" an der Thorwaldsenstraße in Neuhausen - bevor es im vergangenen Monat dicht machte. Medienberichten zufolge hatten viele der Mitglieder kurz vorher noch Jahresbeiträge für 2017 in Höhe von bis zu 800 Euro überwiesen. Jetzt sprechen einige der Kundinnen vom Verdacht einer Insolvenzverschleppung - und sogar von Betrug.

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Das war geschehen: Der Betreiber wollte das Fitnessstudio ursprünglich Ende Januar verkaufen und mit dem Erlös seine - offenbar sehr hohen - Mietschulden begleichen. Das sagte er der Süddeutschen Zeitung. Eigenen Angaben zufolge habe er vier konkrete Interessenten gehabt sowie ein Stillhalte-Abkommen mit den Vermietern.

Das jedoch scheint nicht geklappt zu haben: Laut SZ soll der Vermieter die Geldrückstände bei der Bank des Studio-Betreibers gemeldet haben. Daraufhin habe die Bank ihm die Kreditlinie gekündigt und ihm überraschend jeglichen Geschäftsbetrieb unmöglich gemacht, so die Erklärung. Der Betreiber musste Insolvenz anmelden.

Auf der Homepage des Fitnessstudios heißt es bislang lediglich: "Aufgrund einer aktuellen Krisensituation bleibt das Studio vorübergehend geschlossen". Der gleiche Eintrag steht seit 26. November auf der Facebook-Seite des Unternehmens. Auf mehrere AZ-Anfragen hin gab sich der Betreiber des Studios als nicht erreichbar.

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Er sieht sich selbst offenbar als Opfer: Weil er aufgrund der Ereignisse sein Studio nicht mehr verkaufen und damit die Mietschulden und ausstehende Mitarbeiter-Gehälter nicht mehr begleichen konnte sowie Kunden verloren hat, will er es laut SZ auf eine Schadenersatzklage ankommen lassen.

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