Münchner dreht im BMW M5 so richtig auf: Zivilstreife hört mit
Der Mann will es an der für Treffs von Auto-Posern berüchtigten Tankstelle im Bereich der Riesstraße offensichtlich mal so richtig krachen lassen, holt akustisch alles aus seinem Sportwagen raus – und macht die Rechnung ohne die ebenfalls anwesenden Zivilbeamten der Münchner Polizei.
"Das Auto ist für die Rennstrecke gemacht und hat knapp 750 PS"
Der 29-Jährige war am Sonntag (9. August) gegen 23.30 Uhr mit einem BMW M5 Competition (Baujahr 2019) auf dem Georg-Brauchle-Ring unterwegs und bog dann in die Riesstraße ab. "Dabei beschleunigte er seinen Pkw ohne erkennbaren Grund so stark, dass aus der Abgasanlage deutlich wahrnehmbare Knallgeräusche entstanden", heißt es im Polizeibericht.
Polizeisprecher Christian Drexler wird ein wenig konkreter: "Das Auto ist für die Rennstrecke gemacht und hat knapp 750 PS. Er wollte offensichtlich auf sich aufmerksam machen und schaltete in den entsprechenden Fahrmodus, damit es so richtig laut wird – einen Modus, den man normalerweise nicht in der Stadt nutzt."
Sportwagen erzeugt "über zehn laute Knallgeräusche"
Demnach habe der Türke mit Wohnsitz in München bewusst sogenannte "Fehlzündungen" produziert, also den Abgas-Ausstoß nicht zuletzt mithilfe der Einstellung der Klappen am Boliden so gesteuert, dass der Wagen "über zehn laute Knallgeräusche erzeugte", so Drexler weiter.
Was der Poser bei seiner Aktion nicht ahnen konnte: Auch zwei Beamten der Münchner Verkehrspolizei spitzten ob der Motorengeräusche ihre Ohren – sie befanden sich mit einem zivilen Dienstfahrzeug zufällig in unmittelbarer Nähe.
29-Jähriger wird angezeigt und für Verkehrsunterricht vorgeschlagen
Sie unterzogen den BMW-Fahrer einer Kontrolle und mussten den "hinsichtlich seines Fahrverhaltens und der unnötigen Lärmbelästigung" uneinsichtigen Mann erst einmal beruhigen.
Der 29-Jährige handelte sich eine Anzeige wegen der Verursachung von unnötigem Lärm bei der Benutzung eines Fahrzeugs ein. Polizeisprecher Drexler: "Normalerweise kommt man bei dieser Ordnungswidrigkeit mit 80 Euro davon, aufgrund seines Verhaltens und seiner Äußerungen werden es in diesem Fall wohl mehrere hundert Euro werden." Außerdem wurde er zur Teilnahme an einem Verkehrsunterricht vorgeschlagen.

