München-Ramersdorf: Kirche Maria Ramersdorf für fünf Millionen aufwendig saniert - Bilder

Die älteste Münchner Wallfahrtskirche im alten Ramersdorfer Dorfkern ist für fünf Millionen Euro saniert worden. Ihr Innenraum strahlt nun in neuem Glanz, zugleich sollte Altes erhalten bleiben.
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Ein Turm, den man kennt: Maria Ramersdorf.
Bernd Wackerbauer 12 Ein Turm, den man kennt: Maria Ramersdorf.
Bernd Wackerbauer 12
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Harald Wechselberger freut sich über die Sanierung.
Bernd Wackerbauer 12 Harald Wechselberger freut sich über die Sanierung.
Bernd Wackerbauer 12
Der Altar mit dem Bildnis des Heiligen Sigismund.
Bernd Wackerbauer 12 Der Altar mit dem Bildnis des Heiligen Sigismund.
Der Altar mit dem Bildnis des Heiligen Sigismund.
Bernd Wackerbauer 12 Der Altar mit dem Bildnis des Heiligen Sigismund.
Der Kreuzauffindungaltar.
Bernd Wackerbauer 12 Der Kreuzauffindungaltar.
Die Wallfahrtskirche wird 1006 erstmals in Aufzeichnungen genannt.
Bernd Wackerbauer 12 Die Wallfahrtskirche wird 1006 erstmals in Aufzeichnungen genannt.
Maria Ramersdorf ist die älteste Münchner Wallfahrtskirche.
Bernd Wackerbauer 12 Maria Ramersdorf ist die älteste Münchner Wallfahrtskirche.
Der Zelebrationsaltar ist modern geraten.
Bernd Wackerbauer 12 Der Zelebrationsaltar ist modern geraten.
In strahlenden Farben gestaltet: das Chorbogenkreuz.
Bernd Wackerbauer 12 In strahlenden Farben gestaltet: das Chorbogenkreuz.

Ramersdorf - "Maria Ramersdorf ist eines der schönsten Kleinode in München", sagt Pfarrer Harald Wechselberger, der Leiter des Pfarrverbands Maria Ramersdorf – St. Pius. Schon als Kind war ihm die Kirche vertraut, die er oft besuchte. "Jetzt freut sich die Pfarrei, dass sie nach vier Jahren Renovierung wieder einziehen darf."

Auch für Diözesanbaumeister Hanns-Martin Römisch gibt es keine Zweifel daran, dass die Wallfahrtskirche – erstmals in Aufzeichnungen von 1006 als "Kirche von Rumoltesdorf" genannt – mit höchstem Sachverstand und größter Behutsamkeit saniert werden musste. "Man baut eine Kirche immer weiter, darum sind hier viele Stile vereint", erzählt Römisch. "Wir haben uns bemüht, das auch beim neuen Altar zu berücksichtigen. Ehe etwa Neues gemacht wird, gibt es eine Spurensammlung des Alten."

Eine einfache Sanierung kam deshalb nicht in Frage. Man wollte die stark verschmutzten Innenräume wieder in einen würdigen Zustand versetzen, die dunkle Atmosphäre lichter gestalten und den gewachsenen Elementen der unterschiedlichen Zeitepochen behutsam frischen Glanz einhauchen.

Auch technisch wurde das Innenleben ertüchtigt, Feuchteschäden saniert, Wandtemperierung, Fußboden und Bankheizungen installiert und die Beleuchtung erneuert.

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Die Kirche verwahrt sogar eine Kreuzreliquie

Die alte Wallfahrtskirche birgt Kunstschätze wie den Heilig-Kreuz-Altar des Bildschnitzers Erasmus Grasser und des Malers Jan Polack aus dem Jahr 1483. Der Altar zählt zu Münchens bedeutendsten Bildwerken der Spätgotik. Eine weitere Besonderheit der Kirche Maria Ramersdorf: Sie ist gleichermaßen eine Marien- und eine Heilig-Kreuz-Wallfahrtskirche. Laut Überlieferung soll ihr im Jahr 1379 durch Herzog Otto V. ein Kreuzpartikel gestiftet worden sein, den dessen Vater, Kaiser Ludwig der Bayer, aus Rom mitbrachte. Dieses Partikel ist heute in ein kostbares Reliquiar eingelassen, das in der Kirche zu sehen ist.

Pfarrer Harald Wechselberger findet, die Bedeutung von Maria Ramersdorf als Wallfahrtskirche sollte mehr in den Fokus gerückt werden: "Wallfahrt hat auch in unserer Zeit eine besondere Priorität. Sie ist motivierter Glaube. Für mich ist Maria Ramersdorf Altötting in Kleinformat in der wachsenden Großstadt München". Darum wünscht sich Wechselberger ein Wallfahrtszentrum, das Raum schafft für die unterschiedlichen Beweggründe der Pilger.

Das Ordinariat sei zwar aufgeschlossen für die Idee, müsse seine Finanzen aber sorgsam einsetzen, so der Pfarrer. Immerhin: Die Sanierung des Kircheninnenraums schlug mit knapp fünf Millionen Euro zu Buche.


Am kommenden Mittwoch, 15. August, wird die Kirche mit einem feierlichen Gottesdienst um 9.30 Uhr wieder eröffnet. Dabei weiht Kardinal Reinhard Marx den neuen Altar. 

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