München: Polizist schlägt Scheibe von renitentem Fahrer ein

Ein renitenter Autofahrer weigert sich bei einer Verkehrskontrolle anzuhalten und überfährt fast eine Polizistin. Erst eine eingeschlagene Scheibe hält ihn auf.
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Erst eine zerbrochene Scheibe konnte den Autofahrer stoppen. (Symbolbild)
imago//Hubert Jelinek Erst eine zerbrochene Scheibe konnte den Autofahrer stoppen. (Symbolbild)

München - Am Montag hat eine Zivilstreife versucht einen Autofahrer anzuhalten, um ihn einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Die Betonung liegt auf dem Wort versucht, denn der Autofahrer war offenbar nicht gewillt sich kontrollieren zu lassen. 

Gegen 14.55 Uhr hielten die Polizisten auf der Friedrich-Hebbel-Straße dem Mann sämtliche Anhaltesignale entgegen, die die Polizei zur Verfügung hat: Eine Kelle und rote Leuchtschrift. Der 34-Jährige ignorierte die Signale laut Polizei aber mehrfach und konsequent. Er fuhr einfach weiter trotz der gestikulierenden Beamten. 

Polizistin rettet sich mit einem Sprung

Als die schließlich Blaulicht und Martinshorn einschalteten, reagierte der Mann immerhin und bremste. Die Polizisten fuhren mit ihrem Auto links neben den Wagen des 34-Jährigen, auch um ihm einen möglichen Fluchtweg abzuschneiden.

Sobald sie ausgestiegen waren, fuhr der renitente Fahrer wieder los und rammte ein Auto vor ihm und das Polizeiauto neben ihm. Die Verkehrpolizistin konnte sich laut dem Bericht der Polizei München nur durch einen Sprung retten. Ihr Partner reagierte geistesgegenwärtig und schlug die Scheibe des Wagens ein. Das brachte den 34-Jährigen endlich zum Anhalten. Die beiden Polizisten zogen ihn aus dem Auto und fesselten ihn. Insgesamt verursachte der Mann einen Schaden von 15.000 Euro an drei Autos. Die Unfallstelle war für eineinhalb Stunden gesperrt.

Der Münchner verweigerte einen Alkohol- oder Drogentest. Deshalb kam er zur Blutentnahme in die Gerichtsmedizin. Weil der Verdacht auf eine psychische Störung vorlag, wurde der Mercedes-Fahrer auf richterliche Anweisung in die Isar-Amper-Klinik gebracht. Den Fahrer erwartet nun eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Verdachts auf Gefährdung des Straßenverkehrs. 

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