München: Mord in Schwabing - Frau (86) in Wohnung getötet

Familiendrama mitten in Schwabing. Der Sohn findet seine Mutter (86) tot in deren Wohnung. Seine Ex-Frau steht unter Mordverdacht.
| AZ
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Das Haus in der Elisabethstraße, wo die Frau wohnte.
Petra Schramek Das Haus in der Elisabethstraße, wo die Frau wohnte.

Schwabing - Margarete D. hat mehr als ihr halbes Leben in dem Mietshaus in der Elisabethstraße verbracht. „In letzter Zeit ging es ihr nicht besonders gut“, sagen Nachbarn. Die 86-Jährige verlässt nur selten ihre Wohnung im Parterre. Gelegentlich sehen Nachbarn sie in Schwabing beim Einkaufen. Man grüßt sich freundlich, wechselt ein paar Höflichkeiten und geht dann wieder seiner Wege, erzählen die Leute im Haus.

Margarete D. bleibt gerne für sich. Die Jalousien an ihren Fenstern sind oft den ganzen Tag geschlossen. Manchmal machen sich die Nachbarn Sorgen, weil die alte Dame gar so zurückgezogen lebt. Die einzigen, die sich regelmäßig um Margarete D. kümmern, sind ihr Sohn Michael (56), der im selben Haus nur zwei Stockwerke oberhalb wohnt, und dessen Ex-Frau. „Sie hat die alte Dame regelmäßig besucht und ihr geholfen“, berichten Nachbarn. Auch nachdem die Ehe geschieden war, hält die 50-jährige Österreicherin weiter Kontakt zu ihrer ehemaligen Schwiegermutter. Beide Frauen habe ein freundschaftliches Verhältnis verbunden, erzählen Bekannte.

Der Ermittlungsrichter erlässt Haftbefehl wegen Mordes

Um so unerklärlicher ist, was am letzten Freitagabend passiert. Michael D. findet seine Mutter leblos in der Wohnung. Er verständigt den Notarzt. Doch der kann nicht mehr helfen. Margarete D. ist tot. Der Leichenbeschauer stellt einige Dinge fest, die ihm verdächtig erscheinen. Die Polizei wird eingeschaltet.

Die Wohnungstür ist versiegelt, links sind Graphitspuren von der Spurensicherung zu sehen.

Noch in der Nacht wird die Schwiegertochter von der Polizei in dem Mietshaus festgenommen. „Inzwischen ist Haftbefehl wegen Mordes gegen die Verdächtige ergangen“, sagt Kriminaloberrat Markus Krauss, Chef der Münchner Mordkommission.

Völlig unklar ist das Motiv. „Ich kann es mir nicht erklären“, sagt Michael D. unter Tränen. Seine Ex habe seine Mutter seit längerer Zeit nicht mehr besucht.

Zivilcourage in S-Bahn endet mit Faustschlag

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren