Mord in Großhadern: Mutter mit Gürtel erdrosselt!

Familiendrama in einem Mehrfamilienhaus: Ein 44-Jähriger hat seine Mutter im gemeinsamen Wohnung mit einem Gürtel erdrosselt. Danach fährt er zu seinem Arbeitgeber. Der ruft sofort die Polizei.
| Nina Job, Vanessa Assmann, Timo Lokoschat
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...die Leiche der 76-Jährigen aus dem Haus gebracht. Spurensicherer...
Daniel von Loeper 4 ...die Leiche der 76-Jährigen aus dem Haus gebracht. Spurensicherer...
...sind vor Ort und...
Daniel von Loeper 4 ...sind vor Ort und...
...untersuchen die Wohnung.
Daniel von Loeper 4 ...untersuchen die Wohnung.
Am Tatort: Richard Thiess, leitet die Mordermittlungen in dem Fall.
Daniel von Loeper 4 Am Tatort: Richard Thiess, leitet die Mordermittlungen in dem Fall.

Familiendrama in einem Mehrfamilienhaus: Ein 43-Jähriger hat seine Mutter im gemeinsamen Wohnung mit einem Gürtel erdrosselt. Danach fährt er zu seinem Arbeitgeber. Der ruft sofort die Polizei.

Großhadern - Gepflegte Gärten. Eine ruhige Nachbarschaft. Gartenmöbel, auf denen die Bewohner die ersten Frühlingstage genossen haben. Die Tannenwaldstraße in Hadern (München) ist das, was man sich unter einer gutbürgerlichen Wohngegend vorstellt.

Lesen Sie hier: Heimtückischer Mord: Münchner Patentanwalt erdrosselt Mutter

Doch am Freitag hat sich hier ein Drama abgespielt: In einem Mehrfamilienhaus hat der 44-jährige Imre F. seine Mutter von hinten mit einem Gürtel erdrosselt.

Was war passiert? Gegen 18 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf ein. Ein Mann war in der Leitung. Er sprach von einem Haus in der Tannenwaldstraße und dass dort in einer Wohnung im ersten Stock eine Tote liegen würde.

Sofort machte sich eine Streife auf den Weg. Als niemand öffnete, brachen die Polizisten die Tür auf und fanden die Leiche.

Sofort war klar: kein Unfall, kein Suizid, sondern Fremdverschulden.

Blaulicht. Krankenwagen. Männer in weißen Schutzanzügen

Mordkommission und Spurensicherung rückten an. Besorgte Nachbarn verfolgten das Geschehen von der Straße aus: Blaulicht. Ein Krankenwagen. Später Männer von der Spurensicherung in weißen Anzügen.

Ein Leichenwagen. Einbruch? Raubmord? Die Verunsicherung war groß.

Eine Anwohnerin sagt: „Normalerweise sehen wir in unserer Straße einmal im Jahr einen Polizeiwagen in der Straße. Und jetzt das.“

Wie die Polizei am Samstagvormittag berichtete, handelt es sich bei dem Opfer um eine 76-jährige Deutsche. Ihr Mörder war der eigene Sohn. Laut Angaben der Polizei hat der 43-Jährige, ein Diplom-Chemiker, der für einen Patentanwalt arbeitete, seine Mutter am Freitagnachmittag von hinten mit einem Gürtel erdrosselt.

Nach dem Mord fuhr er zu seinem Arbeitgeber und gestand die Tat. Der alarmierte sofort die Polizei.

Der Verdächtige ist gefasst

Mittlerweile hat der Täter den Mord gestanden. Als Motiv könnten Schulden in Frage kommen. Der 43-Jährige sagte bei der Polizei aus, dass er in extremen finanziellen Schwierigkeiten stecke und er seiner Mutter die Schande einer Zwangsvollstreckung ersparen wollte.

Nach der Tat hatte der Sohn auch noch Schmuck seiner Mutter mitgenommen.

Der Ermittlungsrichter erließ einen Haftbefehl wegen Mordes

„Es ist entsetzlich“

Die Nachbarn können nicht fassen, dass in ihrer Straße eine so grausame Tat passiert sein soll. Durch Straßenfeste ist man hier einander vertraut. „Jeder kennt hier jeden“, heißt es.

Nur das Mordopfer kannten viele nicht – die blonde 66-Jährige soll erst vor kurzem in die Gegend gezogen sein. Mit ihrem Sohn.

Erst am Donnerstag haben Anwohner die Frau noch gesehen. An schönen Frühlingstagen soll sie sich gerne auf ihrer Terrasse gesonnt haben.

„Es ist entsetzlich“, sagt ein Nachbar. Unter den Anwohnern sprach sich die Nachricht über das Verbrechen am Abend innerhalb von Minuten herum.

Um 21.45 Uhr kam der Leichenwagen, um die Tote abzuholen. Um kurz nach 22 Uhr lag die Tannenwaldstraße wieder ruhig da.

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