Miese Betrugsmasche am Rotkreuzplatz – Polizei bittet um Hilfe
Eine 70 Jahre alte Witwe aus München wurde beim Gedanken an ihren verstorbenen Ehemann am Freitagnachmittag von der Trauer überwältigt. Vor dem Café Höflinger am Rotkreuzplatz brach die Rentnerin in Tränen aus.
Die miese Masche des Taschendiebs
Ein fremder Mann kam auf sie zu und tat so, als wolle er die Witwe trösten. Er verwickelte sie nach Angaben eines Polizeisprechers in ein Gespräch.
Dabei legte der unbekannte Mann seinen Arm um die Frau. Allerdings hatte er nicht vor, die Witwe tatsächlich zu trösten, er wollte die Situation offensichtlich lediglich ausnutzen, um sie zu bestehlen. Unauffällig zog der Mann dabei der Münchnerin ihre Goldkette vom Hals. Schaden etwa 1000 Euro.
Täter gibt die Beute unauffällig weiter
Anschließend bot er der über 70-Jährigen an, seine Familie zu holen, weshalb er sich in Richtung Rotkreuzplatz entfernte. Vermutlich übergab er dabei die gestohlene Halskette einem Komplizen. Eine übliche Masche bei Taschendieben, damit im Fall einer Polizeikontrolle die Beute bei ihnen nicht gefunden wird.
Das Opfer bemerkte den Diebstahl zu spät. Die Frau erstattete Anzeige bei der Polizei. Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Kommissariat 55.
Der Täter kann wie folgt beschrieben werden:
Etwa 45 Jahre, circa 1,70 Meter groß, schwarze, leicht gewellte, nach hinten gegelte Haare, weißes Hemd, lange, weite Jeans, türkisblauer Schal, leicht gebräunte Haut. Er behauptete gegenüber dem Opfer, dass er Slowene sei. Sein gesamter linker Unterarm ist tätowiert, unter anderem mit einem Schriftzug "jasni".
Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Wendl–Dietrich-Straße, Donnersbergerstraße, Rotkreuzplatz, Nymphenburger Straße (Neuhausen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München (Kommissariat 55, Telefon 089/2910-0) oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

