Messer-Streit im McDonald’s am Münchner Stachus eskaliert: Polizist zieht seine Dienstwaffe 

Zwei Männer geraten in dem Fast-Food-Restaurant in der Münchner Innenstadt in Streit. Plötzlich zieht einer ein Messer. Zeugen verständigen den Polizeinotruf. Weil der Tatverdächtige das Messer nicht weglegt, zieht einer der Polizisten seine Waffe. 
Ralph Hub |
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Im MC Donalds am Stachus zieht ein Polizisten seine Dienstwaffe, nachdem ein 63-Jähriger einen Gast mit einem Messer bedroht hat. (Symbolbild)
Im MC Donalds am Stachus zieht ein Polizisten seine Dienstwaffe, nachdem ein 63-Jähriger einen Gast mit einem Messer bedroht hat. (Symbolbild) © Markus Lenhardt

Zwischen dem 63 Jahre alten, in München lebenden Iraker und dem 26-Jährigen im Landkreis Fürstenfeldbruck lebenden Syrer stimmt die Chemie bereits seit einiger Zeit nicht. Immer wieder war es zuletzt zwischen den beiden Männern nach Informationen der Polizei zu Streitigkeiten gekommen.

Verdächtiger reagiert extrem aggressiv

Am Dienstagnachmittag gegen 14.45 Uhr gerieten die beiden Männer im McDonald’s-Restaurant am Münchner Stachus wieder aneinander. Der 63-Jährige soll dabei nach Angaben einer Polizeisprecherin ein Taschenmesser gezogen und damit den Jüngeren bedroht haben. In dem Fast-Food-Restaurant herrschte reger Betrieb, Zeugen verständigten sofort den Polizeinotruf. Die Einsatzzentrale im Präsidium schickte neun Streifenwagen und einen Zug des Unterstützungskommandos (USK) zum Tatort.

Polizist zieht Dienstpistole

Als die ersten Polizisten das Schnellrestaurant betraten, hatte der 63-Jährige noch immer das Messer in der Hand. Die Beamten forderten ihn auf, die Waffe fallen zu lassen. Doch der Mann weigerte sich. Daraufhin zog einer der Polizisten seine Dienstpistole und richtete sie auf den 63-Jährigen. Der Tatverdächtige warf das Messer in einen Abfalleimer. Er blieb aber weiterhin hochgradig aggressiv, sagte die Polizeisprecherin.

Pfefferspray stoppt 63-Jährigen

Die Polizisten drohten, ihre Schlagstöcke zu benutzen. Doch der Iraker wollte sich noch immer nicht beruhigen. Schließlich setzten die Beamten Pfefferspray gegen den Mann ein. Anschließend nahmen sie den Verdächtigen fest.

Der 63-Jährige wurde leicht verletzt und nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Von dort wurde er wieder entlassen. Der 26-Jährige blieb unverletzt. Der 63-Jährige ist bereits polizeibekannt, auch wegen Körperverletzung.

Das Schnellrestaurant wurde für die Dauer der polizeilichen Maßnahmen für gut eine halbe Stunde gesperrt. Das Kommissariat 24 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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