Maximilianstraße: Gehweg-Posse beschäftigt die Stadt

Seit Monaten ist der Bürgersteig gegenüber der Staatsoper in der Maximilianstraße gesperrt. Die CSU-Fraktion wollte schon im September den Grund dafür wissen – jetzt reagierte die Stadt.
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Der Gehsteig ist eine Dauerbaustelle.
Daniel von Loeper Der Gehsteig ist eine Dauerbaustelle.

Seit Monaten ist der Bürgersteig gegenüber der Staatsoper in der Maximilianstraße gesperrt. Die CSU-Fraktion wollte schon im September den Grund dafür wissen – jetzt antwortete die Stadt.

Altstadt - Gehweg-Posse in der Münchner Altstadt. Weil der Bürgersteig vor dem Anwesen in der Maximilianstraße 6-8 (zwischen Hofgraben und der Falkenturmstraße) schon seit Monaten gesperrt ist, wandten sich die CSU Stadträte Marian Offmann und Richard Quaas bereits im September mit einer entsprechenden Anfrage an die Stadt. Die große Frage: Weshalb wird die Sperrung nicht aufgehoben?

Wie die Stadt nun in einem Antwortschreiben mitteilte, ist der Grund für die Sperrung die Neigung des Bürgersteigs. Die beträgt nämlich nicht, wie nach Vorschrift, zwischen zwei und zweieinhalb Prozent, sondern neun. "Somit ist die zwingend erforderliche Barrierefreiheit nicht gegeben und die Verkehrssicherheit nicht ausreichend sichergestellt", schreibt das Münchner Baureferat. Dabei beziehen sich die Beamten vor allem auf Verkehrsteilnehmer mit einschränkter Mobilität, wie Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollator.

Investor muss für Verbesserungskosten aufkommen

Im letzten Jahr wurde das Gebäude in der Maximilianstraße saniert – durch die Bauarbeiten wurde der Gehsteig laut Stadt komplett zerstört. Nach der Sanierung, Anfang 2017, stellte der verantwortliche Investor den Gehweg wieder her. Doch das Baureferat nahm den Bürgersteig wegen der zu großen Neigung nicht ab, forderte stattdessen eine "mangelfreie Herstellung".

Daraufhin gab der Investor an, die Mängel schnellstmöglich korrigieren und sich die entsprechenden erforderlichen Zustimmungen einzuholen zu wollen. Weil er diese Zustimmungen auch nach längerem Hin und Her nicht vorlegen konnte, geschah nichts weiter. Mit anderen Worten: Die Sperrung blieb erhalten!

Bei einer Besprechung zwischen Investor und Baureferat Ende Oktober wurde vereinbart, dass dieser nun vollständig für die Kosten der kompletten und einwandfreien Wiederherstellung aufkommen muss.

Der Abschluss der Verbesserungsmaßnahmen ist noch für November geplant. Noch in diesem Jahr könnte die Gehsteig-Posse also ein Ende haben.

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